Doch nicht vegan? Warum für die Produktion von Olivenöl Millionen Tiere sterben müssen

Wer denkt, mit Olivenöl Natur und Umwelt zu schonen, hat falsch gedacht. Olivenöl ist alles andere als vegan. Millionen Tiere müssen für die Produktion sterben.

Olivenöl gilt als besonders gesund und natürlich. Vor allem ist es für Menschen geeignet, die sich vegan ernähren. Doch das entpuppt sich jetzt als glatter Schwindel.

Millionen toter Tiere

Du denkst, Olivenöl ist gesund, rein pflanzlich und somit auch für Veganer:innen geeignet? Falsch gedacht. Bei der Olivenernte müssen tatsächlich Millionen unschuldiger Tieren sterben.

Oliven werden meist nachts geerntet, da das Aroma um diese Zeit besonders intensiv sein soll. Das Problem ist aber, dass in der Nacht viele Singvögel - auch geschützte Arten - in den Olivenbäumen ihre Nachtruhe finden.

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Ein Arbeiter bei der Olivenernte: Oft werden Oliven nachts mit saugenden Erntemaschinen geerntet, was vielen Vögeln zum Verhängnis wird. Getty Images

Von der Maschine aufgesaugt

Die Tiere werden nachts von der Saugmaschine, die für die Olivenernte eingesetzt wird, überrascht. Das grelle Licht verwirrt die Vögel so sehr, dass sie es nicht schaffen, rechtzeitig das Weite zu suchen. Die Singvögel werden von der Maschine aufgesaugt.

Das führt zu Millionen toten Vögeln, wie Rotkehlchen, Grünfink, Bachstelzen und mehr. Einige der Arten sind sogar vom Aussterben bedroht und deshalb geschützt. Das stört viele Landwirt:innen aber nicht - im Gegenteil.

Landwirt:innen profitieren von toten Vögeln

Sie profitieren sogar von dem "Beifang" und verdienen sich durch gegrillte Vögel noch ein kleines Taschengeld dazu, wie die Junta in Andalusien (die dortige Verwaltung) berichtet.

Wer bei seinem Olivenöl sichergehen will, dass es zu 100 Prozent vegan ist, der soll auf das Siegel FAO GIAHS achten. Es bestätigt, dass die Oliven von Hand geerntet werden. Einziger Nachteil: Diese Form der Ernte macht das Endprodukt teurer.

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