Glasbrücke in China bricht ein: Tourist klammert sich in 100 Metern Höhe fest
Glasbrücke in China bricht ein: Tourist klammert sich in 100 Metern Höhe fest
Glasbrücke in China bricht ein: Tourist klammert sich in 100 Metern Höhe fest
Lire la vidéo
Weiterlesen

Glasbrücke in China bricht ein: Tourist muss gerettet werden

Ein Sturm in China zerstört eine Glasbrücke, die in 100 Metern höhe hängt, und versetzt Besucher, die hilflos über dem Abgrund baumeln in Angst und Schrecken.

Der Vorfall ereignet sich im Piyan Mountain Resort in der Nähe der im Nordosten Chinas gelegenen Stadt Longjing. Touristen spazieren über die Glasbrücke.

Dann heben plötzlich starke Windböen mehrere Glasplatten der Brücke an, sodass sich einer der Besucher retten kann, indem er sich fest an das Geländer klammert.

Bilder zeigen, wie der Mann in 100 Metern Höhe an dem Geländer hängt. Nur mit vereinten Kräften können ihn die Feuerwehr, Polizei und Tourismuspersonal nach 30 Minuten retten.

Wie sicher sind diese Brücken?

Der Mann wird anschließend sofort in ein Krankenhaus gebracht. Er kommt laut dem chinesischen Magazin Xinhua zwar mit einem großen Schrecken, ansonsten aber unbeschadet davon.

Dennoch entfacht der Vorfall eine hitzige Debatte über die Sicherheit dieser Brücken. Internetnutzer fragen sich unter anderem, wie häufig die Brücke gewartet worden ist. Auf Weibo kommentiert ein Nutzer:

Genau aus diesem Grund würde ich niemals einen Fuß auf eine solche Brücke setzen.

Beliebte Gefahrenattraktion

Seit mehreren Jahren erfreuen sich Glasbrücken wie diese wachsender Beliebtheit. Aus diesem Grund werden vor allem in China immer mehr davon gebaut.

Laut dem BBC gibt es über das Land verteilt mittlerweile rund 2.300 Glasbrücken, die immer wieder Rekorde brechen. 2016 öffnet in der Provinz Hunan eine 430 Meter lange und sechs Meter breite Glasbrücke, die über den Zhangjiajie-Canyon führt.

2020 präsentiert die Provinz Guangdong dann eine ähnliche Konstruktion, diese ist jedoch 526 Meter lang und erstreckt sich über das Drei-Schluchten-Tal in Huangchuan.

Ein Besuch dieser Bauten ist jedoch nicht ganz ungefährlich: 2019 stirbt ein Tourist und sechs weitere werden verletzt, als sie in der Provinz Guangxi von einer rutschigen Glasbrücke stürzen.

Wegen Sicherheitskontrollen geschlossen

Auch die Provinz Hebei schließt 2018 ihre 30 Glasattraktionen (Brücken, Leitern und Aussichtsplattformen), um Sicherheitskontrollen durchzuführen.

Anschließend erstellen die Behörden eine Liste mit technischen Normen und Richtlinien für den Bau solcher Brücken. Demnach dürfen Glasbrücken nicht in Regionen mit starker seismischer Aktivität errichtet werden.

Bei schlechtem Wetter müssen sie schließen. Außerdem ist die Anzahl der Besucher auf drei pro Quadratmeter begrenzt. Infolge des jüngsten Unfalls wurde die 400 Meter lange Piyanshan-Brücke geschlossen.

Untersuchungen wurden eingeleitet. Die lokale Regierung hat bereits angekündigt, dass man alle Touristenattraktionen einer gründlichen Sicherheitskontrolle unterziehen wolle.

Wenn ihr nach dem Motto "no risk, no fun" lebt, interessiert euch womöglich auch die gefährlichste Autobrücke der Welt. Da muss man schon Mut haben, um sich an so einen Ort zu trauen!


Mehr