Schwimmunterricht: SPD-Ministerin sorgt mit Burkini-Vorschlag für Diskussionen
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Schwimmunterricht: SPD-Ministerin sorgt mit Burkini-Vorschlag für Diskussionen

Von Fred Eilig
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In der Debatte um Burkinis im Schwimmunterricht schaltet sich nun die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ein. Was die frühere Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Neukölln zu sagen hat, kommt nicht bei allen gut an.

Nicht erst seit dem Fall vom Hallenbad von Villingen-Schwenningen sorgt der Burkini für Gesprächsstoff in Deutschland. Vor zwei Wochen war an die Öffentlichkeit gelangt, dass ein Gymnasium in Herne in Nordrhein-Westfalen Leih-Burkinis angeschafft hat.

Kein „Untergang des Abendlandes“

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat bei einer Veranstaltung der Zeit in Hamburg in der Bikini-Debatte Stellung bezogen. Sie erklärte am Sonntag: „Das wichtigste ist ja das Wohl der Kinder, und das heißt nun mal, dass alle Schwimmen lernen.” Aus diesem Grunde sei es ihrer Meinung nach völlig vertretbar, wenn Schulen die Teilnahme am Schwimmunterricht dadurch förderten, indem sie auch und vor allem die Kleidungsstücke, die bis auf Gesicht, Hände und Füße alle Körperteile bedecken, erlauben und ausgeben. Es sei nur wichtig, dass der Bildungsauftrag im Vordergrund stehe und die Sache „nicht hochstilisiert wird zum Untergang des Abendlandes.“

Der Burkini - praktische Sportkleidung?

Der Burkini (eine Wortkreuzung aus „Burka“ und „Bikini“) – ist ein Zweiteiler zum Baden, der durch eine lange Hose samt Oberteil Arme und Beine gänzlich bedeckt. Kopf und Hals werden von dem angenähten „Hijood“ begleitet – ein Wortspiel aus „Hidschab“ (Kopftuch) und „Hood“ (Haube). Einzig das Gesicht bleibt frei. Unter diesem Namen erfunden hat ihn die libanesischstämmige Australierin Aheda Zanetti, der die Idee für die gleichzeitig bequeme und bedeckende Sportkleidung kam, als sie ihre Nichte beim Spielen mit dem Ball in unbequemer Kleidung beobachtete.


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