ARD-Intendantin sorgt mit Vorschlag für Rundfunkbeitrag für Diskussionen

ARD-Intendantin sorgt mit Vorschlag für Rundfunkbeitrag für Diskussionen

Rund acht Milliarden Rundfunkgebühren nehmen ARD und ZDF jedes Jahr ein. ARD-Intendantin Patricia Schlesinger ist damit nicht zufrieden.

Die öffentlich-rechtlichen Sender brauchen mehr Geld. Das sagt zumindest ARD-Intendantin Patricia Schlesinger im Interview mit dem Online-Portal Meedia. Die Forderung begründet sie so: „Ohne zusätzliches Geld drohen uns erhebliche Einschnitte ins Programm. Die will niemand, kein Intendant, keine Intendantin und am Ende sicher auch kein Zuschauer, keine Hörerin oder User.“

Kosten einsparen, Gebühren erhöhen

Damit sich die Kassen der Öffentlich-Rechtlichen wieder füllen, sieht Schlesinger eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags vor. Die Sender benötigten dieses Geld um ihr Programm auf der gewohnten Qualität zu halten, so Schlesinger. Sie sieht aber auch die Sender in der Pflicht: „Allen Beteiligten ist aber klar, dass die ARD sich verändern muss. Sie muss sparen, da gibt es gar kein Vertun.“ 

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Immer wieder Forderungen nach höheren Beiträgen

Bereits im Mai letzten Jahres wurde laut, dass die ARD aufgrund von Kostensteigerungen eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags ab 2021 durchsetzen möchte. Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm hatte diese Pläne öffentlich gemacht. Derzeit liegt die Rundfunkgebühr bei monatlich 17,50 Euro. Damit werden 20 Fernseh- und 69 Radiosender finanziert. Allerdings ist die Gebühr nicht unumstritten. Vereinzelt sorgen GEZ-Verweigerer für Schlagzeilen.

• Simon Nowak
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