Wirbel um Palast-Finanzen: Königin Camillas Schwester erhält jeden Monat Geld von König Charles © KYphotos
Veröffentlicht am 01/09/2026 um 15:30 von der Redaktion

Wirbel um Palast-Finanzen: Königin Camillas Schwester erhält jeden Monat Geld von König Charles

Palast-Gelder in Familienhand? Die King's Foundation steht plötzlich im Fokus, weil die Schwester der Königin, Annabel Elliot, jeden Monat Gehalt aus königlicher Kasse bekommt. Diese Entwicklung rund um das britische Königshaus heizt die Debatte über Nähe und Distanz im Palast weiter an.

Wenn im Königshaus Geld fließt, wird in Großbritannien ganz genau hingeschaut. Diesmal sorgt Annabel Elliot, 77, Schwester von Königin Camilla, für Schlagzeilen. Elliot steht nämlich auf der Gehaltsliste der King's Foundation, der Stiftung von König Charles III. Sie berät die Stiftung in den Bereichen Branding und Retail, also in Themen rund ums Markenbild und den Verkauf. Die Info stammt aus einem Beitrag des US-Magazins Town & Country, das sich selbst auf die britische Zeitung The Sunday Times stützt.

Die Entscheidung, gerade Annabel Elliot als Beraterin ins Boot zu holen, hat in den letzten Wochen viele Fragen aufgeworfen. Nicht nur, weil sie aus dem direkten Umfeld der Königin stammt, sondern auch, weil ihre bisherige Position beim Herzogtum Cornwall überraschend endete. Der Übergang von einem königlichen Projekt ins nächste bleibt für viele Beobachter aufregend, da sich einige fragen, ob hier vielleicht persönliche Beziehungen über Professionalität gestellt werden. Fakt ist: Elliot kommt viel Insiderwissen zugute und sie gilt als Design-Profi, was für die Arbeit der Stiftung nützlich sein kann.

Annabel Elliot: Vom Herzogtum Cornwall zum Experten-Job beim König

Lange arbeitete Elliot für das traditionsreiche Herzogtum Cornwall – bis Charles den Thron bestieg und dann die Leitung an seinen Sohn, Prinz William (44), abgab. Mit dem Wechsel endete auch Elliots langjähriges Engagement im Herzogtum. Wichtig: Laut Town & Country hatte das Aus für Annabel Elliot nichts mit ihrer Arbeitsleistung zu tun. Das wurde im besagten Bericht ausdrücklich betont.

Jetzt also ein neuer Job: Die King's Foundation verpflichtet Camillas Schwester als Beraterin. Über die genaue Höhe ihres monatlichen Honorars schweigt sich die Stiftung übrigens aus. Aber fest steht: Die 77-Jährige soll mit ihrer Expertise der Stiftung einen Mehrwert bringen – ganz offiziell. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich Innenarchitektur und sie bringt die rare Kombination aus royaler Nähe und internationaler Professionalität mit. Das alles passt zur aktuellen Ausrichtung der Stiftung, die Projekte im Bereich sozialer Wohnungsbau, Einrichtung von Arbeitsstätten und Traditionspflege auf hohem Niveau umsetzt.

Auch abseits ihrer royalen Kontakte ist Annabel Elliot in Großbritannien keine Unbekannte: Seit Jahrzehnten ist sie als Innenarchitektin tätig und war der Stiftung auch schon vor dem Jobwechsel über Familienschienen verbunden. Viele in der Szene sehen sie als kreative Kraft, die Projekte mit persönlicher Note „aufpeppt“ und ein Gespür für Trends hat.

Königliche Überraschung – und klare Haltung der Stiftung

Nicht alle innerhalb der King's Foundation wussten offenbar Bescheid. Ein hochrangiges Mitglied des Beirats der Stiftung gibt zu: Die Vereinbarung mit Annabel Elliot kam für ihn überraschend, vorher sei man nicht informiert worden. Für Aufsehen sorgt diese Personalie also nicht nur in der Presse, sondern auch im eigenen Haus. Die Stiftung verteidigt die Entscheidung jedoch entschieden. In einer offiziellen Stellungnahme heißt es: „Diese Vereinbarung ist kein Geheimnis“ – und unterstreicht, dass Elliot eine „langjährige und geschätzte Beraterin“ sei, deren Know-how im Bereich Innenarchitektur für Projekte der Stiftung „von großem Wert“ sei.

König Charles III. (77) lässt sich also nicht beirren. Die Kritik, Annabel Elliot würde auf dem Rücken alter Familienbeziehungen begünstigt, wischt die Stiftung vom Tisch. Die Zahlen im Hintergrund bleiben zwar im Verborgenen, doch zumindest die Beweggründe für Elliots Job sind klar: Sie kennt die royalen Häuser und ihre Inneneinrichtung wie kaum eine Zweite. Im Übrigen ist der professionelle Austausch mit vorbelasteten, aber erfahrenen Beratern nicht neu im Palast. Im königlichen Alltag werden familiäre Bande oft genutzt, um Wissen und Vertrauen zu bündeln.

Warum überhaupt diese Aufmerksamkeit?

In Großbritannien schlagen Personalien mit königlichem Bezug sofort hohe Wellen. Klar, wer im Königshaus mitmischt, steht auch schnell im medialen Fokus. Dass in der Stiftung des Monarchen plötzlich Camillas Schwester eine feste Rolle bekommt, geht für viele zu weit – gerade, wenn nicht einmal alle Verantwortlichen eingeweiht waren. Doch der Fall zeigt auch: Die modernen Royals setzen zunehmend auf bekannte Gesichter aus ihrer persönlichen Umgebung. Ob das für Ruhe oder weiter für Zündstoff sorgt, bleibt abzuwarten. Immer wieder war Kritik an der Nähe der Stiftung zu Familienangehörigen laut geworden, besonders als Elliot bei Cornwall ausschied und der Übergang zur King's Foundation plötzlich als kleiner Skandal im Blätterwald landete. Auch das internationale Medieninteresse rund um die britische Monarchie bleibt nach wie vor groß, sobald es um Posten, Geld und Einfluss geht.

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