Norwegisches Königshaus bestätigt: König Harald ist tot
In Norwegen herrscht tiefe Trauer, doch das Land blickt gespannt auf seinen neuen Monarchen. Harald V. ist gestorben, jetzt wartet auf Haakon eine „große Aufgabe“ – was passiert nun?
Mit dem Tod von Harald V. endet in Norwegen eine Ära – und sofort beginnt die Regentschaft seines Sohnes. Am Freitagmorgen um 6:35 Uhr starb Harald V., 89 Jahre alt, im Universitätskrankenhaus von Oslo. Für viele Norweger war er nicht einfach nur ein Staatsoberhaupt, sondern ihr „König der Herzen“. Die Nachricht traf das ganze Land, immerhin hatte Harald V. seit 1991 den Thron inne und galt als sehr beliebte und verbindende Figur.
Haakon, bislang Kronprinz und inzwischen 53 Jahre alt, folgt ihm automatisch:
„Wenn ein Monarch stirbt, übernimmt sein Nachfolger im selben Moment. Daher stammt auch der Satz: ‚Der König ist tot – es lebe der König!‘“, heißt es dazu offiziell vom Hof.
Und plötzlich ist Haakon jetzt der neue König Norwegens – und übernimmt damit auf einen Schlag alle Pflichten und Rechte. Auf ihn wartet damit nicht nur eine historische Verantwortung, sondern auch ein besonders hohes Maß an öffentlicher Aufmerksamkeit und Erwartungshaltung. Für viele bleibt offen: Kann Haakon genauso fest im Herzen der Norweger Fuß fassen wie sein Vater?
Ein Protokoll mit festen Schritten – Haakon VIII. steht bereit
Auch wenn der Schock tief sitzt, läuft die Thronfolge nach klaren Regeln ab. Schon direkt nach Haralds Tod folgt der nächste Schritt: Der neue König informiert in einem eigens einberufenen Staatsrat offiziell die norwegische Regierung über den Tod seines Vaters und gibt seinen königlichen Namen wie seine Devise bekannt. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass er sich ab jetzt Haakon VIII. nennen wird. Seine feierliche Verkündung wird am Tag nach dem Tod – also am 29. August – stattfinden.
Innerhalb weniger Tage steht ein weiterer Höhepunkt an: Haakon legt dann im norwegischen Parlament (Storting) den Eid ab. Der Wortlaut steht bereits fest: „Ich verspreche und schwöre, das Königreich Norwegen gemäß seiner Verfassung und seinen Gesetzen zu regieren, so wahr Gott allmächtig und allwissend ist!“ Das war schon bei seinem Vater Tradition gewesen, als Harald V. vier Tage nach dem Tod von Olav V. am 21. Januar 1991 den Eid ablegte. Damals war ihm seine Frau Sonja zur Seite gestanden – mit der religiösen Segnung fünf Monate später im Nidaros-Dom in Trondheim. Mit der neuen Regentschaft beginnt für Norwegen nun ein weiteres Kapitel voller Erwartungen, Anspannung und Zeremonien, die das öffentliche Leben in den kommenden Tagen prägen werden.
Abschied und Erinnerung: Wo Harald seinen Frieden findet
Wie seine beiden Vorgänger wird Harald V. ebenfalls in der Königsgruft in der Akershus-Festung, Oslo, seine letzte Ruhe finden. In dieser königlichen Kapelle liegen schon die Doppel-Sarkophage von Haakon VII und Maud aus weißem Marmor, sowie Olav V. und Märtha im bronzenen Grab. Für das verstorbene Königspaar wird bereits seit 2024 an einem eigenen neuen Sarkophag gearbeitet, entworfen vom renommierten Architekturbüro Snøhetta – Kostenpunkt 1,8 Millionen Euro. Ob das Grabmal bis jetzt fertiggestellt ist und wie es aussehen wird, bleibt noch im Dunkeln.
Der genaue Ablauf der feierlichen Beisetzung wird am Tag nach dem Tod bekanntgegeben. Der Hof klärt dann über das Protokoll auf – erst danach kann sich die Öffentlichkeit auf die Trauerzeremonien vorbereiten. Fest steht: Die Norweger werden „Alt for Norge“ – „Alles für Norwegen\", wie Haralds Devise lautete – auch in Zukunft nicht vergessen.
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Verwendete Quelle:
Tiefe Trauer und eine große Aufgabe - Haakon der neue König! Was jetzt passiert