Lange Wartezeiten bei PCR-Tests: Bestimmte Personengruppen sollen bevorzugt behandelt werden

Statt maximal zwölf Stunden ganze 24 oder sogar 36 Stunden auf das Ergebnis eines PCR-Tests warten? Dieses Szenario scheint in Kürze in Deutschland einzutreten, denn Deutschlands Labore sind überlastet.

Deutschlands Labore stehen kurz vor der Überlastung, das hat Auswirkungen auf die Auswertung von PCR-Tests. In der Politik werden deswegen Stimmen laut, die eine Priorisierung bestimmter Gruppen fordern.

Wer wird priorisiert?

Zu den Personengruppen, die priorisiert werden sollen, zählen Mitarbeiter:innen kritischer Infrastrukturen, wie Polizei, Feuerwehr und der Pflegebereich. Andere Personengruppen könnten dann statt den maximalen zwölf Stunden, 24 und sogar 36 Stunden auf ihr Ergebnis warten. Dafür sprechen sich Politiker:innen verschiedener Parteien aus.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Union-Bundestagsfraktion, Tino Sorge (CDU), sagt gegenüber Welt: "Solange eine Überlastung droht, müssen die vorhandenen Kapazitäten primär nach Dringlichkeit und medizinischem Bedarf genutzt werden."

Linke sind dagegen

Die Gesundheitspolitikerin Heike Baehrens von der SPD spricht davon, dass in der Nationalen Teststrategie bereits eine Priorisierung bei den PCR-Tests vorgesehen ist, wenn die Kapazitäten zu knapp sind.

Lautstark gegen eine solche Priorisierung stellt sich die Linke, die sich dagegen ausspricht, einzelnen Gruppen der Vorrang zu geben. Gesundheitspolitikerin Kathrin Vogler weiß:

Eine Priorisierung bedeutet immer auch den Ausschluss von anderen Gruppen. Deswegen muss die Sicherstellung einer ausreichenden Testinfrastruktur die allererste Priorität erhalten.

Übrigens ist nicht die Knappheit von Testkits schuld an der Überlastung der Labore. Im Video verraten wir euch, was das Hauptproblem ist.

Coronavirus: Drei typische Symptome der Mu-Variante identifiziert Coronavirus: Drei typische Symptome der Mu-Variante identifiziert