Umfrage: Mehrheit hält Trump für korrupt und unethisch
Ein aktueller Meinungsumschwung erschüttert die politische Landschaft der USA. Frische Zahlen zeigen, wie tief das Misstrauen gegenüber Donald Trump inzwischen reicht – und werfen einen genaueren Blick auf sein fragwürdiges Netzwerk, bizarre Begnadigungen und eine umstrittene Energiepolitik.
Schon wieder steht Trump im Mittelpunkt des politischen Sturms. Während er sich mit alten Rivalen anlegt, spitzt sich die Kritik an seinen Alleingängen und seinem Umgang mit der eigenen Macht immer weiter zu. Es geht nicht nur um Skandale und Geld, sondern auch darum, wie viel Rückhalt der Ex-Präsident noch genießt – und was das für die Zukunft der USA bedeutet.
Begnadigungen und Vetternwirtschaft: „Loyalität wird belohnt“
Donald Trump machte während seiner beiden Amtszeiten von seiner Gnadenbefugnis regen Gebrauch. Laut einer umfassenden Reuters-Analyse hat er mindestens 85 Menschen begnadigt, gegen die Korruptionsermittlungen liefen oder die bereits verurteilt wurden. Besonders auffällig: Mindestens 11 von 15 republikanischen Kongressabgeordneten, die in den letzten zwanzig Jahren verurteilt wurden, erhielten eine Begnadigung.
Unter den Begnadigten finden sich auffällig viele Republikaner: 36 waren gewählte Amtsinhaber, 19 weitere von Republikanern in hohe Positionen berufen. Ein Beispiel liefert Michele Fiore, eine Lokalpolitikerin aus Nevada. Nach ihrer Verurteilung wegen Wahlkampffinanzvergehen im Oktober 2024 wurde sie von Trump begnadigt. Die Begründung der White House? Ihre Loyalität zu Trump – und, dass sie angeblich Opfer „bidennaher Staatsanwälte“ sei, weil sie „konservativ“ denke. Laut Reuters erfüllten dabei 96 % der Begnadigungen in dieser Amtszeit nicht die traditionellen Richtlinien des Justizministeriums. Der Weg zur Begnadigung führe stattdessen über ein inoffizielles Netzwerk aus Anwälten, Aktivisten und früher Begnadigten.
Umfrage: Mehrheit sieht Trump als korrupt – Milliardenflüsse im Fokus
Die Skepsis der US-Bürger wächst. In einer AP-NORC-Umfrage vom 12. Oktober 2026 finden rund sechs von zehn Amerikanern, dass Trump als Präsident von seinem Amt profitiert – auf unethische oder sogar illegale Art. Laut Umfrage glaubt die Mehrheit, dass es ihm mehr ums eigene Geld als ums Gemeinwohl gehe. Pikant: Die Familie Trump ist tief ins Krypto-Geschäft eingestiegen. Projekte wie „World Liberty Financial“ und der $TRUMP-Coin sollen über 1,4 Milliarden Dollar eingebracht haben.
Die Spaltung entlang der Parteigrenzen bleibt: Während Republikaner meist kein Fehlverhalten erkennen, sehen Unabhängige und Demokraten handfeste Interessenkonflikte. Donald Trump selbst machte daraus schon zu Beginn seiner zweiten Amtszeit keinen Hehl: „niemand darum schert“ – so sein Kommentar zu Vorwürfen über dubiose Geschäfte.
Skandal um ICE-Einsatz und kritischen Diesel-Deal
Auch im Alltag amerikanischer Institutionen zeigt sich die angespannte Lage. In Houston wurden kürzlich schwere Vorwürfe gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE laut. Ein mexikanischer Mann, Miguel Parra-Hernandez, wurde im Rahmen einer ICE-Operation, bei der eigentlich eine andere Person gesucht wurde, mit einem SUV schwer verletzt. Seine Anwältin Kim Bruno erhebt schwere Anschuldigungen: „Was passiert ist, war kein Unfall, sondern Absicht.“ ICE widerspricht: Man habe den Mann nicht absichtlich erfasst. Die Ermittler des Bezirksstaatsanwalts Harris County zweifeln jedoch an einem Unfallhergang, geurteilt ist noch nicht.
Diesel, Russland und Spenden: Trumps neue Fronten
In Washington sorgt vor allem der neueste Diesel-Deal für heftige Debatten. Trump setzte eine temporäre Lockerung der Sanktionen gegen russischen Treibstoff durch, angeblich um US-Landwirten zu helfen und die Preise zu drücken. Doch seit seinem Konflikt mit Iran vor sieben Monaten stieg der Dieselpreis in den USA um mehr als 60 Prozent – das erhöht den Druck auf die republikanische Mehrheit bei der Wahl am 3. November 2026. Während Trump die Schuld unter anderem ukrainischen Attacken auf russische Raffinerien zuschob, widersprach Präsident Selenskyj öffentlich: Die Blockade der Straße von Hormus sei der eigentliche Grund.
Elon Musk: Der neue Super-Donator der Republikaner
Mehr als 276 Millionen Dollar investierte Elon Musk seit Juli in die republikanische Wahlkampagne – davon allein 76 Millionen für schwer erreichbare Wähler, 158 Millionen für den Senate Leadership Fund. Nach einem kurzen Bruch 2025 ist Musk wieder auf Trump-Kurs. Erst kürzlich erhielt er die National Medal of Science aus Trumps Händen. Damit ist Musk wohl der größte Einzelspender der aktuellen Republikaner-Kampagne.
Verwendete Quelle:
USA-News aktuell – Umfrage zeigt: Mehrheit hält Trump für korrupt
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