„Alle profitieren von dem Boom“: Wie Donald Trump mit Kryptowährungen Milliarden verdiente
US-Präsident Donald Trump hat 2025 mehr als eine Milliarde Dollar mit Krypto-Geschäften gemacht und verteidigt sich jetzt gegen Vorwürfe eines Interessenkonflikts. Wie kam es zu diesen riesigen Gewinnen – und profitiert wirklich jeder vom Krypto-Boom?
Mehr als eine Milliarde Dollar – diese Zahl sorgt für ordentlich Wirbel in der Washingtoner Polit-Szene. Donald Trump, der als Präsident ohnehin selten unauffällig agiert, steht wegen seiner massiven Gewinne mit Kryptowährungen verstärkt im Rampenlicht. Laut einer von der Regierung veröffentlichten Einkommenserklärung aus dem Jahr 2025 füllen Kryptowährungen Trumps Konten auf nie gekannte Weise – Kritiker befürchten dubiose Verstrickungen zwischen seinem Amt und seinen Krypto-Geschäften.
Rekord-Einnahmen aus Krypto – dank $TRUMP und großen Deals
Im vergangenen Jahr konnte Trump laut offizieller Angabe aus dem Weißen Haus rund 1,2 Milliarden Dollar durch Geschäfte mit Digitalwährungen einstreichen. Der Löwenanteil davon stammt aus seiner Beteiligung an World Liberty Financial, einem von ihm, seinen Söhnen und Steve Witkoff gegründeten Unternehmen, das im Kryptosektor tätig ist. „Bitcoin-Supermacht“ – mit diesem Leitmotiv rechtfertigte Trump seine crypto-freundliche Agenda schon zu Beginn seiner zweiten Amtszeit.
Über 500 Millionen Dollar flossen allein aus World Liberty Financial in Trumps Taschen. Hinzu kommen 635 Millionen Dollar an Lizenzgebühren für die sogenannten Meme Coins – darunter ein Coin mit seinem eigenen Konterfei, der schlicht „$TRUMP“ heißt. Diesen ließ er noch kurz vor seinem Amtsantritt auflegen. Besonders geschickt: Die „Celebration Coins“ laufen über die Firma CIC Digital und spülen zusätzlich Millionen ein – Zahlen, die sogar im Bloomberg Billionaires Index Eindruck machen.
Boom, Geschenke und Kritik: Der Interessenkonflikt im Fokus
Die gigantischen Gewinne tauchten im Rahmen einer nahezu tausendseitigen Einkommenserklärung auf, die am 1. Juli 2026 öffentlich wurde. Diese Transparenz, von der Trump behauptet, dass „alle profitieren von dem Boom“, veranlasste Kritiker dazu, offene Fragen zu stellen. Sie bemängeln, dass die Regierung Trumps Regulierungen für Krypto-Unternehmen stark abgebaut habe, während er selbst in dem Geschäft kräftig mitmischt. Laut Bericht ist der Krypto-Sektor inzwischen so wichtig für ihn geworden, dass er das traditionelle Immobiliengeschäft längst überholt hat.
„Ich profitiere, weil der Aktienmarkt steigt, alle profitieren.“
Mit diesen Worten konterte Trump die Vorwürfe am 1. Juli 2026 auf einem Militärflugplatz nahe Washington. Zugleich weist er Zweifel an seiner Unabhängigkeit zurück und argumentiert, er verwalte sein Vermögen nicht persönlich, sondern es werde treuhänderisch durch Fonds gesteuert. Trotzdem: Dass nach seiner Wiederwahl Binance – die Plattform des später von Trump begnadigten Changpeng Zhao – eine enge Kooperation mit World Liberty Financial einging, sorgt für zusätzlichen Diskussionsstoff unter Beobachtern der Kryptowährungsbranche.
Auch beeindruckend in der Erklärung: Tickets im Wert von 50.000 Dollar für den Super Bowl, die ihm von der Sportfunktionärin Gayle Benson geschenkt wurden, sowie zehn Eintrittskarten zur Fußball-WM-Endrunde im Wert von 15.000 Dollar – ein Geschenk von Fifa-Präsident Gianni Infantino. Weitere Millionen kommen aus Vergleichen mit internationalen Medienhäusern oder etwa durch Lizenzvergaben seines Namens an Immobilienentwickler aus dem Ausland sowie durch Merch wie Bibeln, Turnschuhe und Uhren.
Vermögen verdoppelt, Apple-Investment und Verdacht auf Freundschaftsdienste
Trumps aktuelles Gesamtvermögen wird vom Bloomberg Billionaires Index inzwischen auf 7,6 Milliarden Dollar beziffert – bei Amtsantritt 2025 taxierte Forbes ihn noch auf 3,9 Milliarden. Nicht nur Krypto-Talente bescheren ihm Höhenflüge: Mitte Mai wurde bekannt, dass Trump kurz vor einer China-Reise Millionen in Apple investierte. Apple-Chef Tim Cook begleitete ihn anschließend bei seinem Aufenthalt in Peking. Solche Geschäfte werfen weiter die Frage auf, wie nah politische Macht und persönliche Gewinne tatsächlich beieinander liegen.
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