Wegen zu weniger Geburten: China erlaubt drei Kinder pro Familie
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Um Folgen der Ein-Kind-Politik wieder gutzumachen: China erlaubt jetzt drei Kinder pro Frau

Die Abschaffung der Ein-Kind-Politik in China hat nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Deswegen geht die chinesische Regierung nun noch einen Schritt weiter.

Familienpolitik wird in China etwas anders betrieben als hierzulande. Weil die Einwohnerzahl zu explodieren droht, setzt das Land 1980 die Ein-Kind-Politik auf nationaler Ebene durch.

Damit will man das rasante Bevölkerungswachstum in dieser Zeit bremsen. Ziel ist die Verhinderung von Hungersnöten und das Ermöglichen wirtschaftlichen Fortschritts.

Wer gegen diese Regeln verstößt, muss mit Geldstrafen, dem Verlust des Jobs oder der Wohnung rechnen. Erzwungene Abtreibungen und Zwangssterilisationen sind nicht auszuschließen.

Ein-Kind-Politik hat Schäden hinterlassen

Diese Regel gilt über 30 Jahre lang. 2016 wird die Zwei-Kind-Politik ausgerufen, weil die Geburtenrate unerwarteterweise extrem zurückgeht, was ein Problem für China ist.

Das bevölkerungsreichste Land der Welt erlebt eine Überalterung der Bevölkerung. Das bedeutet, die Menschen werden immer älter, es kommen aber nicht genügen junge Menschen nach.

Ein weiteres Problem ist die Generation von Einzelkindern, die aufgrund der Ein-Kind-Politik entstanden ist und nur wenig Sozialkompetenzen entwickeln kann.

Zwei-Kind-Politik nützt nichts

Die 2016 verkündete Erlaubnis, nun zwei Kinder bekommen zu dürfen, bringt nicht den von der kommunistischen Regierung gewünschten Effekt. Ein Kind ist schließlich günstiger.

Vor allem in den Großstädten ist das Leben teuer und der Platz begrenzt. Viele Chinesinnen und Chinesen haben sich an das neue Familienbild gewöhnt - Es muss also eine andere Lösung her.

Panik nach Volkszählung

Um das Problem zu lösen, erlaubt China nun drei Kinder pro Familie, wie die staatliche Propagandazeitung "Global Times" und die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichten.

Diese Entscheidung trifft die Regierung nur drei Wochen, nachdem die letzte Volkszählung veröffentlicht worden ist. Es scheint also, als habe man es eilig gehabt.

Anders als in westlichen Industrieländern konnten private chinesische Haushalte bisher keine größeren Vermögen anhäufen, woran auch der Bevölkerungsrückgang schuld ist.

Mit 1,3Kindern pro Frau ist China gleichauf mit denalternden Gesellschaften Japan und Italien. Der Bevölkerungsrückgang scheint zum jetzigen Zeitpunkt unumkehrbar.


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