Covid-ähnliche Lungenentzündung "unbekannter Herkunft" tötet drei Menschen

In Argentinien sind drei Menschen an einer mysteriösen COVID-ähnlichen Lungenentzündung "unbekannter Herkunft" gestorben, sechs weitere sind derzeit infiziert.

Covid-19 hat das Leben von Menschen verändert. Jetzt sind drei Menschen gestorben und sechs weitere haben sich in Argentinien mit einer Covid-ähnlichen Lungenentzündung "unbekannter Herkunft" infiziert. Die Patienten wurden negativ auf Covid-19, Influenza, Hantavirus und einige Legionellenstämme getestet.

Die rätselhafte Krankheit trat erstmals zwischen dem 18. und 22. August auf, so die in The Independent zitierten Behörden.

Die Patient:innen hatten etwas gemeinsam

Alle bisher gemeldeten Infizierten haben entweder in Gesundheitseinrichtungen gearbeitet oder wurden dort behandelt. Laut The Independent waren acht von ihnen im Gesundheitswesen tätig; eine betroffene Frau war Patientin auf der Intensivstation in Tucumán. Sie gilt derzeit als Patientin Null, und die Klinik wird vorsorglich für sieben Tage isoliert, während der Ursprung des Ausbruchs weiter untersucht wird.

Der Minister für öffentliche Gesundheit der Provinz Tucumán, Luis Medina Ruiz, berichtete gestern auf einer Pressekonferenz, dass alle Patienten die gleichen Symptome aufwiesen:

Was diese Patienten gemeinsam haben, ist die schwere Atemwegserkrankung mit beidseitiger Lungenentzündung und einer Beeinträchtigung in den Bildern [Röntgenbild], die dem Covid sehr ähnlich ist, aber das ist ausgeschlossen.

Die Behörden erklärten:

Wir führen weiterhin das Untersuchungsprotokoll für Blutkulturen, Sputumkulturen, Urinkulturen und alle Viren und Bakterien durch, die wir in der Provinz zur Verfügung haben.

Eine weitere Pandemie "relativ wahrscheinlich"

Obwohl sich Covid-19 als die tödlichste Pandemie des vergangenen Jahrhunderts erwiesen hat, legt eine 2021 in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlichte Studie nahe, dass extreme Virusausbrüche nicht so selten sind, wie gemeinhin angenommen wird, schreibt das Global Health Institute der Duke University.

Demnach besteht eine Wahrscheinlichkeit von 2 %, dass in einem beliebigen Jahr eine Covid-ähnliche Pandemie ausbricht. Zum Vergleich: Die Wahrscheinlichkeit, dass eine im Jahr 2000 geborene Person eine Pandemie erlebt, liegt bei 38 %. Natürlich haben die 2000er-Jahre-Babys bereits ihre erste Pandemie erlebt, als Covid-19 im Jahr 2019 ausbrach.

Dr. William Pan, Mitautor der Studie und Professor in Duke, sagt zu der Siutation:

Die wichtigste Erkenntnis ist, dass große Pandemien wie COVID-19 und die Spanische Grippe relativ wahrscheinlich sind. Die Erkenntnis, dass Pandemien gar nicht so selten sind, sollte die Priorität der Bemühungen um ihre Verhütung und Kontrolle in Zukunft erhöhen.

Aus dem Englischen übersetzt von Ohmymag UK

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