"Putin verachtet Menschen": Journalistin nach Enthüllungen über russischen Staatschef ermordet

Die Journalistin Anna Politkowskaja hat ein Buch über Wladimir Putin verfasst, in dem sie zahlreiche Enthüllungen über den russischen Staatschef macht. Zwei Jahre später wird sie ermordet.

Anna Politkowskaja hat in ihrem Buch "In Putins Russland" ein Porträt des Kreml-Chefs gezeichnet. Sie stirbt 2006 einige Zeit nach der Veröffentlichung ihres Buches, in dem sie zahlreiche Enthüllungen über den russischen Machthaber gemacht hat.

Sie hat Putin in einem Buch kritisiert

In einem Artikel veröffentlicht Le Monde am Montag einen Auszug aus dem Buch der russischen Journalistin Anna Politkowskaja, die am Geburtstag von Wladimir Putin ermordet wurde, zwei Jahre nachdem sie am 7. Oktober 2006 ihr Buch über das Regime veröffentlicht hatte

Die russische Journalistin zeichnet darin ein mitleidloses Porträt des russischen Präsidenten. Sie enthüllt insbesondere die innere Natur des Mannes, der in ihren Augen eine "kriminelle Natur" besitzt, wie sie schreibt. Sie schreibt auch von Putins "Zynismus" und "Rassismus".

In einem ihrer Auszüge wird insbesondere die Abneigung des russischen Staatschefs gegenüber "Menschen" deutlich. "Ich mag ihn nicht, weil er uns Menschen nicht mag. Er kann uns nicht ausstehen. Er verachtet uns", beschreibt sie den Mann, der kürzlich in die Ukraine einmarschiert ist.

Scharfe Kritik am KGB

Unter anderem schreibt die Journalistin in ihrem Buch, warum sie den KGB, bei dem Putin ausgebildet wurde, bevor er zu dem Staatschef wurde, so sehr hasst.

"Putin verhält sich nicht absichtlich auf diese Weise, nicht weil er ein geborener Tyrann oder Despot ist. Er wurde dazu erzogen. Das hat man ihm im KGB beigebracht", erklärt sie. Für sie ist es seine Verehrung für den KGB, die ihn zu dem gemacht hast, was er heute ist. In ihrem Buch heißt es:

Der KGB respektiert nur die Starken, er frisst die Schwachen. Ist es nicht unsere Aufgabe, das zu wissen? Und doch haben wir uns größtenteils als schwach erwiesen und wurden zerschlagen. Für das sowjetische Tscheka-Mitglied ist unsere Angst Honig. Es gibt kein besseres Geschenk für Mitglieder, als die Massen zittern zu sehen, die sich ihrem Willen unterwerfen müssen.

Die Journalistin, die für die russische Zeitung "Nowaja Gaseta" schreibt, stirbt zwei Jahre nach der Veröffentlichung ihres Buches über den russischen Staatschef im Jahr 2006.

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Aus dem Französischen übersetzt von Ohmymag Frankreich

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