Angst vor Atomkatastrophe: Niemand kann Tschernobyl mehr überwachen

Der Kontakt der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu den Überwachungsgeräten von Tschernobyl ist eingebrochen. Seit dem ersten Tag der Invasion hat die russische Armee die ukrainische Atomruine besetzt.

Schon Ende Februar warnt die IAEA die Ukraine und Russland vor Atomunfällen. Jetzt gibt es kaum noch Kontakt zum dem ukrainischen Atomkraftwerk, wie tagesschau.de berichtet. Besonders bedenklich: Das ukrainische Personal des Atomkraftwerks arbeitet nun schon 13 Tage durch. Das ist nicht nur für ihre eigene Gesundheit bedrohlich, sondern auch für die ganze Welt!

Gefangen auf dem Sperrgebiet

Seit dem ersten Tag der russischen Invasion sind die mehr als 200 technische Mitarbeiter:innen und Wachleute auf dem Sperrgebiet gefangen. Ohne Ablösung arbeiten sie nun schon 13 Tage durch. In der Regel arbeiten über 2.000 Menschen in wechselnden Schichten auf dem Gelände.

Der einzige mögliche Kommunikationsweg zwischen den Arbeiter:innen vor Ort und ukrainischen Behörden besteht über Mail. Die UN-Organisation verlangt von Russland, die Mitarbeiter:innen auszutauschen, da ausgeruhtes Personal für die Sicherheit der Anlage entscheidend sei.

Doppelte Bedrohung für eventuelle Atom-Katastrophe

IAEA-Chef Rafael Grossi erklärt in einem Statement, wie tagesschau.de berichtet:

Ich bin zutiefst besorgt über die schwierige und stressige Situation, in der sich das Personal des Kernkraftwerks Tschernobyl befindet, und über die potenziellen Risiken, die dies für die nukleare Sicherheit mit sich bringt.

Nicht nur, dass das ukrainische Personal pausenlos arbeitet und ihre Lage sich zunehmend verschlechtert, wie welt.de berichtet. Auch der weggefallene Kontakt der IAEA zu den Überwachungsgeräten ist mehr als bedenklich. Die Wiener Behörde kann nun nicht mehr überwachen, ob alles Nuklearmaterial in Tschernobyl an seinem Platz ist.

Im Video haben wir die wichtigsten Daten zum Atomunfall in Tschernobyl für euch zusammengefasst!

Ukraine-Krieg: Der "Terminator", Russlands Geheimwaffe Ukraine-Krieg: Der "Terminator", Russlands Geheimwaffe