"Hunderttausende Fälle pro Tag": Gesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet mit Omikron-Höhepunkt Mitte Februar

Gerade sinkt die Hospitalisierungsrate in Deutschland, doch dieser Umstand ist keineswegs ein Hoffnungsschimmer. Im Gegenteil: In Deutschland erwarten wir noch die Omikron-Welle mit hohen Infektionszahlen, die gerade in England und Frankreich läuft.

Wie schon zuvor hat Deutschland in dieser Pandemie die einmalige Chance, die bedrohliche Lage einer weiteren Corona-Welle in anderen EU-Ländern wie Frankreich und England zu beobachten. Das weniger Tolle daran ist, dass wir genau wissen, was auf uns zukommt.

Omikron-Welle: Höhepunkt im Februar

Und keiner hat die Lage so sehr im Blick wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Demzufolge können wir bis Mitte Februar mit mehreren Hunderttausend Neuinfektionen am Tag rechnen, wie RND.de berichtet.

Im ZDF bei Markus Lanz sagt der SPD-Politiker am Mittwoch, er gehe davon aus, "dass die Welle Mitte Februar ungefähr ihren Höhepunkt haben wird und dass wir dann mehrere Hunderttausend Fälle pro Tag erwarten müssen".

Deutschland kann Zahlen nicht verkraften

Natürlich handelt es sich um Einschätzungen und Vermutungen, doch "die haben die größte Wahrscheinlichkeit". Und im Gegensatz zu anderen Ländern könne Deutschland diese Zahlen mit Blick auf die Intensivstationen nicht verkraften, wie Lauterbach erklärt:

Da wir in Deutschland eine hohe Zahl von Ungeimpften bei den Älteren haben, kann es bei uns ganz anders ausgehen als beispielsweise in Italien, Frankreich oder England.

Gegen die niedrige Impfquote bei älteren Menschen in Deutschland würde vor allem eines helfen: die Impfpflicht. Deswegen wirbt die SPD jetzt für eine zügige Entscheidung in der Debatte. Mehr dazu im Video.

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