Experte sagt Blackout in Europa voraus: "Das heißt: 10 Tage kein Supermarkt, kein Wasser und kein Internet"

Das Szenario, das der Blackout- und Krisenvorsorgeexperte Herbert Saurugg zeichnet, ist ziemlich düster: Einen Blackout, also den großflächigen Ausfall des Stromnetzes, hält der Österreicher in der kommenden Zeit für sehr wahrscheinlich. Ein solches Ereignis könnte weltweit für extrem chaotische Zustände sorgen.

Laut Major Saurugg könnte der nächste Blackout in nicht allzu weiter Ferne auf uns lauern; die Gründe dafür sind vielfältig. Wer auf den Ernstfall vorbereitet ist, kann die schwierigen Tage aber auf jeden Fall gut überbrücken.

Blackout in nicht allzu ferner Zukunft

Laut Heute gibt es viele Faktoren, die einen Blackout begünstigen, darunter fallen u. a. "der ständig wachsende Strombedarf, die Tatsache, dass erneuerbare Energien über keine Speicher verfügen, Cyberangriffe, Sabotagen und Extremwetterlagen."

In dem Interview widmet sich der Experte zwar vornehmlich der Situation in Österreich, diese lässt sich zu großen Teilen aber auch auf Deutschland und den Rest Europas übertragen.

Obwohl er bald mit einem flächendeckenden Stromausfall in Europa rechnet, kann er nicht sagen, wann genau dieser eintreten soll. Das Katastrophenszenario könne sich bereits in diesem Jahr ereignen oder auch in fünf Jahren, es könne auf jeden Fall nicht verhindert werden.

Chaotische Zustände als Folge

Die Folgen wären auf jeden Fall verheerend. Sauruggs Vorhersagen lassen Schlimmes erahnen:

In Österreich rechne ich mit einem Blackout rund von 24 Stunden. Europaweit könnte es sogar bis zu einer Woche dauern. 24 Stunden Blackout heißt, dass dann über eine Woche alles still steht.

Dies würde bedeuten, dass Büros und Fabriken stillstehen würden, es gäbe kein Wasser mehr, keinen Zugang zum Internet und auch Supermärkte könnten nicht im normalen Betrieb weiterlaufen (Lebensmittel könnten nicht mehr gekühlt werden, die Kassen nicht mehr genutzt werden, etc.)

Sauruggs Ausführungen dazu sind noch detaillierter:

Supermärkte hätten sicherlich eine Woche geschlossen, wenn nicht länger - und das bei einem Stromausfall von 24 Stunden. Denn: Die Logistik ist unterbrochen, die Elektronikkette. Das Personal ist selbst in einer Extremsituation. Wie soll ein Supermarktmitarbeiter ohne Öffis oder Treibstoff den Arbeitsplatz überhaupt erreichen?

Wer vorbereitet ist, muss keine Angst haben

Seine Empfehlung lautet deshalb: Vorbereitung ist die halbe Miete. Es sollte genügend Flaschenwasser im Haushalt aufbewahrt werden, ausreichend Konserven vorhanden sein, genauso wie Reis oder bestimmte Medikamente und auch unabdingbare Hygieneartikel sollten im Ernstfall vorrätig sein. Menschen mit Babys sollte natürlich auch an ausreichend Windeln und Milch denken, insofern diese (noch) genutzt werden.

Von der Nutzung von Notstromaggregaten rät der Experte hingegen ab:

Viele wissen nicht, wie man es bedient. Der Treibstoff gehört richtig gelagert, ist begrenzt haltbar und es besteht wieder Brandgefahr. Wenn ich als einziger in der Straße Licht habe, habe ich auch gute Chancen, ungebetenen Besuch zu bekommen.

Wichtig sei vor allem ein guter Zusammenhalt innerhalb der Familie und der Nachbarschaft.

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