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der Redaktion

Friedrich Merz: So hoch sind das Kanzlergehalt und das Privatvermögen des Bundeskanzlers

Friedrich Merz steht als Bundeskanzler oft im Rampenlicht. Doch wie viel Geld hat er wirklich auf dem Konto, und warum bringt ihm das Amt weniger ein als manche denken?

Geld und Politik – das sorgt schnell für Schlagzeilen. Seit Friedrich Merz am 6. Mai 2025 zum Bundeskanzler gewählt wurde, kursieren zahlreiche Behauptungen über sein Gehalt und Vermögen. Doch die Realität sieht anders aus, als viele vermuten. Merz’ Aufstieg ins Kanzleramt war nicht sein erster Karrieresprung: Er war langjährig Mitglied des Bundestags, hat von 2009 bis 2021 in der freien Wirtschaft ordentlich verdient und dann wieder die Rolle des Politikers angenommen. Doch wie schlägt sich das alles im Portemonnaie nieder?

Schon in jungen Jahren begann für Merz der Einstieg in die CDU, zunächst als Vorsitzender der Jungen Union in Brilon und später als Europaabgeordneter. Nach einer langen ersten Bundestagszeit verließ Merz 2009 das Parlament. Abseits der Politik machte er sich schnell einen Namen. Die juristische Karriere – zuerst als Partner bei Mayer Brown, danach als Senior Counsel – und verschiedene Aufsichtsmandate schraubten sein Einkommen in bisher unbekannte Höhen. Jenseits der prominenten Politikszene prägte ihn vor allem seine Zeit bei BlackRock Deutschland: Als Aufsichtsratsvorsitzender war Merz dort zwischen 2016 und März 2020 aktiv, zahlreiche Kontakte zu Branchengrößen wie Laurence Fink inklusive.

Privatvermögen von Friedrich Merz: Millionen durch private Wirtschaft

„rund 12 Millionen Euro“ – diese Schätzung beschreibt das aktuelle Vermögen von Friedrich Merz. Das meiste davon hat er nicht im Amt, sondern in der freien Wirtschaft verdient. Zwischen 2009 und 2021 kassierte Merz rund 1 Million Euro brutto pro Jahr. Er war Partner und später Senior Counsel bei Mayer Brown, Aufsichtsratschef bei BlackRock Deutschland und hielt Mandate u.a. bei AXA Konzern AG, Commerzbank sowie Borussia Dortmund. Hinzu kommt: Merz besitzt ein eigenes Flugzeug, eine Diamond DA62, die je nach Ausstattung bis zu 1,5 Millionen Euro wert ist.

Sein Einkommen aus der Zeit in der Privatwirtschaft sticht unter den deutschen Spitzenpolitikern heraus. Die meisten Mandate brachten ihm nicht nur finanzielle Vorteile, sondern auch ein Netzwerk aus Wirtschaft und Politik ein. Im persönlichen Bereich engagiert sich Merz gemeinsam mit seiner Frau Charlotte, einer ehemaligen Richterin, in einer Stiftung, die sich auf Bildungsprojekte fokussiert. Die Familie lebt weiterhin in Sauerland und hält ihre Privatsphäre weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus, die Namen der drei Kinder bleiben unbekannt.

Gehalt als Bundeskanzler: Weniger als früher, trotz hoher Zahlen

Der Job als Bundeskanzler bringt Ansehen – aber weniger Geld als erwartet. Laut Bundesregierung erhält Merz als Kanzler ein Amtsgehalt der Besoldungsgruppe B11, konkret „20.675,42 € pro Monat“. Dazu kommen eine allgemeine Stellenzulage und mitunter Vergünstigungen wie die Dienstwohnung. Die Diät als Abgeordneter liegt eigentlich bei „11.833,47 € im Monat“ – nach Indexierung am 1. Juli 2026 wären es „12.330,48 €“ gewesen. Doch der Bundestag verzichtete im Juli 2026 auf die Erhöhung wegen Haushaltsproblemen. Als Kanzler bekommt Merz hiervon sowieso nur die Hälfte, wie es §29 des Abgeordnetengesetzes vorschreibt.

Im Detail rechnet ein Sprecher des Kanzleramts im Juli 2026 vor: Das monatliche Brutto-Gehalt summiert sich über alle Komponenten auf „32.933 €“, nach Steuern bleiben „21.442 €“ übrig. Besonders ist dabei: Abgeordnete und Regierungsmitglieder sind weder renten- noch arbeitslosenversicherungspflichtig, jedoch selbst für Kranken- und Pflegeversicherung verantwortlich. Dadurch erhält Merz deutlich weniger Geld als viele es erwarten – gerade im Vergleich zu den Spitzenverdiensten in der freien Wirtschaft.

Private Karriere deutlich lukrativer als das Kanzleramt

Vor seiner Kanzlerschaft machte Merz im Jahr ungefähr dreimal so viel wie aktuell. „Der Antritt im Kanzleramt hat sein Einkommen auf etwa ein Drittel reduziert“, so das Fachportal. Die Gesamtsumme für Bundeskanzler ergibt sich monatlich auf brutto „32.933 €“, nach Steuern bleiben „21.442 €“. Während seiner Amtszeit darf Merz keine Nebentätigkeiten ausüben, und auch die gesetzliche Altersvorsorge fällt weg – Kanzler und Abgeordnete sorgen selbst für Versicherungsschutz. So stehen die Zahlen in deutlichem Kontrast zu populären Vorstellungen.

Auch politisch sorgte eine geplante Anhebung des Kanzlergehalts im Frühjahr 2026 für Aufruhr: Der Entwurf des Innenministeriums sah eine Erhöhung der B11-Besoldung um 19,7 % vor, was für Merz monatlich über „5.440 €“ mehr bedeutet hätte. Nach Kritik zog das Ministerium das Vorhaben jedoch zurück, mit dem Hinweis auf eine fehlerhafte Gehaltstabelle. Bis auf weiteres ändert sich an den Bezügen nach aktuellem Stand also nichts.

Abschied und Altersvorsorge: Was Merz nach seiner Amtszeit bekommt

Sobald Friedrich Merz aus dem Amt scheidet, regeln klare Gesetze seine Bezüge weiter. Für mindestens sechs Monate bekommt er Übergangsgeld. Nach vier Jahren im Kanzleramt hat er Anspruch auf Ruhegehalt nach §15 Bundesministergesetz. Dazu kommen Altersbezüge aus den langen Bundestagsjahren: Pro Jahr Dienstzeit gibt es 2,5 % der Diät, gedeckelt auf 65 %. Insgesamt dürfte sich Merz hier also spätestens ab Mai 2029 keine Sorgen um seine Altersvorsorge machen.

Wie bei anderen Kanzlern in der deutschen Geschichte werden diese Bezüge gegen eventuell bereits bestehende Versorgungsansprüche aufgerechnet. Verschiedene Korrekturen im Abgeordnetengesetz sorgen dafür, dass Doppelbezüge ausgeschlossen sind. Merz’ politische Biografie – vom Europaparlament bis ins Kanzleramt – sichert ihm neben dem Vermögen auch im Ruhestand eine solide finanzielle Grundlage. Auch nach dem Abschied aus der aktiven Politik dürfte er damit zu den wohlhabendsten deutschen Politikern zählen.

Verwendete Quelle:

Friedrich Merz: Privatvermögen und Kanzlergehalt 2026

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