Boris Becker wollte Ehering verkaufen, um seine Schulden zu begleichen

Neue Enthüllungen kommen in Boris Beckers Strafprozess ans Licht.

Boris Beckers Prozess ist diese Woche gestartet. In London muss er sich vor Gericht verantworten und sich einer Jury stellen - bereits zu Beginn des Prozesses hat die Richterin, die für ihre Strenge bekannt ist, eine knallharte Ansage gemacht.

Der Prozess ist gestartet

Becker hatte zuvor Insolvenz angemeldet, soll aber nicht unerhebliche Vermögenswerte verschwiegen haben, weshalb er nun einen Strafprozess durchlaufen muss; die Liste der ihm vorgeworfenen Taten ist lang und Becker drohen mehrere Jahre Haft.

Im Zuge des Prozesses wurden bereits einige interessante Fakten zu Tage gefördert, unter anderem, dass der Tennisprofi seine berufliche Konten für private Ausgaben genutzt haben soll.

Neue Enthüllungen

Am gestrigen Prozesstag wurden neue spannende Details enthüllt, und zwar, dass Boris Becker seine Schulden mit seinem Ehering begleichen wollte, den er zu diesem Zweck seinem Insolvenzverwalter im Jahr 2017 angeboten hat. Das trägt Beckers Anwalt Jonathan Laidlaw im Gericht vor, so die Bild.

Laut dem Anwalt soll Becker damals dem Verwalter angeboten haben, "das Haus in Wimbledon unter die Lupe zu nehmen, um zu sehen, was vorhanden ist", und dabei sei Becker auf den Ehering zu sprechen gekommen.

Teurer Ehering

Sein Ehering stammt aus der Ehe mit Lily Becker, mit der er seit 2009 verheiratet ist (die beiden sind zwar seit 2018 getrennt, aber noch nicht geschieden) und es handelt sich dabei um einen Trinity-Ring von Cartier, der rund 2.000 Euro wert sein soll.

Michael Bint vom ermittelnden Insolvency Service erzählt am Mittwoch vor Gericht, dass sich Becker im Zuge der Ermittlungen "sehr kooperativ" verhalten haben soll, was die Objekte anging, die es zu Geld zu machen galt.

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