In ein paar Tagen: Dieses Mond-Phänomen hat es seit 150 Jahren nicht mehr gegeben
In ein paar Tagen: Dieses Mond-Phänomen hat es seit 150 Jahren nicht mehr gegeben
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In ein paar Tagen: Dieses Mond-Phänomen hat es seit 150 Jahren nicht mehr gegeben

Am 31. Januar 2018 kommt es beim Mond gleich zu mehreren seltenen Phänomenen. Es kommt zum zweiten Vollmond des Monats, den man „Blauer Mond“ nennt. Gleichzeitig wird der Mond den kleinstmöglichen Abstand zur Erde haben („Supermond“). Und nicht zuletzt kommt es zu einer totalen Mondfinsternis. Eine derartige Konstellation hat seit 150 Jahren nicht mehr gegeben.

Am 31. Januar wird es zu einem Vollmond kommen, der am naheliegensten Orbit (etwa 359.000 Km) um die Erde kreisen wird, was man ein Perigäum nennt. Ein Perigäum wird von vielen auch als Supermond bezeichnet. Doch das ist noch nicht alles. Neben dem Vollmond und dem Supermond kommt es außerdem zu einer totalen Mondfinsternis.

Eine Mondfinsternis ereignet sich, wenn der Himmelskörper in den Schattenkegel der Erde oder dessen Dämmerlicht gerät. Die Sonne, unser Planet und der Mond befinden sich zu diesem Zeitpunkt in einer Linie. Dabei schottet die Erde das Licht, das den Mond erhellt, ab. Von einer vollen Mondfinsternis spricht man, wenn 100% seiner sichtbaren Oberfläche durch den Schatten der Erde verdeckt sind. Dies wird am letzten Tag im Januar der Fall sein.

Ein Phänomen, das es seit 150 Jahren nicht mehr gab

Der Perigäum-Mond ist nicht außergewöhnlich selten. Dazu kommt es laut Experten zwischen vier und sechs Mal jährlich. Auch eine Mondfinsternis kann mehrere Male im Jahr vorkommen. Eine totale Mondfinsternis jedoch ist wesentlich seltener. Vor allem am 31. Januar, wenn sie sich mit dem sogenannten Supermond überschneidet.

Im Jahr kommt es in der Regel zu rund 12 Vollmonden, etwa einem pro Monat. Doch alle 2 - 3 Jahre kommt es aufgrund des Unterschieds zwischen unserem Kalender und dem Mondzyklus zu einem zweiten Vollmond in ein und dem selben Monat, diesen nennt man „Blue Moon“.

Es ist 150 Jahre her, dass sich dieses Phänomen mit einer totalen Mondfinsternis überschnitten hat. Dem LiveScience-Magazin nach, kam es im Jahr 2009 zwar zu einem ähnlichen Phänomen, doch bei diesem handelte es sich nur um eine teilweise Mondfinsternis. Die letzte totale Mondfinsternis eines „Blue Moon“ gab es am 31. März 1866.

Nach dem 31. Januar muss man bis zum 31. Dezember 2028 und dann wieder bis zum 31. Januar 2037 warten, bevor sich solch ein Phänomen wiederholt. Es lohnt sich also ein Auge auf das Phänomen zu werfen, auch wenn es in Europa nicht so stark sichtbar sein wird.

Wird dieser spezielle Mond sichtbar sein?

Das Phänomen wird am 31. Januar, um 13:27 Uhr GTM (14:27 nach deutscher Uhrzeit) eintreten. Der Perigäus dürfte etwas früher zu erwarten sein. Das Perigäum im Vollmond dürfte als zum Einbruch der Dunkelheit sichtbar werden. Die totale Mondfinsternis hingegen wird schwieriger zu beobachten sein. Das Phänomen kann nicht von überall aus beobachtet werden. 

Wenn das Ereignis um 13:29 Uhr GTM seinen Höhepunkt erreicht, wird es perfekt vom Pazifik aus zu erkennen sein, vor allem von der Ostküste der USA, Zentralafrika, Zentralasien und dem zentralen Orient. In Europa, den größten Teilen Afrikas und Südamerikas hingegen, wird das Phänomen leider nicht sichtbar sein, da es dort mitten am Tag passieren wird.

Bei der Mondfinsternis verändert sich das Aussehen des Mondes leicht. So ändert sich seine weißliche Farbe in einen rötlichen Ton. Aus diesem Grund spricht man auch von einem roten Mond oder einem Blutmond. Diejenigen, die das Glück haben, sich an der richtigen Stelle zu befinden, können diesen Farbwechsel also beobachten.

Die anderen müssen sich mit dem Supermond begnügen. Durch die Nähe zur Erde, kann der Mond heller und größer als sonst wirken. Der Durchmesser des Mondes ist mit dem bloßen Auge schwer als größer einzuschätzen, jedoch wird er blendender als sonst erscheinen.  

Wie lassen sich Vollmond und Mondfinsternis beobachten?

Um den Vollmond zu beobachten, bedarf es keinerlei Hilfsmittel, auch wenn ein Teleskop es erlaubt, das Phänomen noch besser zu genießen. Solltet ihr zu den Glücklichen gehören, die die Mondfinsternis beobachten können, dann sind die Tipps die gleichen. Im Gegensatz zu einer Sonnenfinsternis, ist eine Mondfinsternis nicht schädlich für die Augen. 

Um das Spektakel möglichst gut zu erleben, empfehlen Astronomen einen Ort, der möglichst weit weg von irdischen Lichtquellen ist. Außerdem benötigt es gute Wetterbedingungen für eine perfekte Sicht. Sollten die Bedingungen nicht gegeben sein, oder ihr am falschen Ort seid, dann lässt sich das Phänomen auch online auf Seiten wie SLOOH.com oder Virtual Telescope mitverfolgen.  

Die gute Nachricht ist, dass die Deutschen nicht ewig auf ihre Mondfinsternis warten müssen. Die nächste kommt am  27. Juli 2018 und wird dann von Europa, Afrika und größten Teilen Asiens aus sichtbar sein.

Von Fred Eilig
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