Dank zweier Ahnenforscher erbt ein Obdachloser ein kleines Vermögen

Zwei im französischen Ort Mayenne ansässige Ahnenforscher ermitteln mehrere Monate lang, um die Spur eines Obdachlosen nach dem Tod seines Vaters zu finden, und können ihm einen großen Scheck überreichen.

Geld, das vom Himmel fällt, erlebt man nicht alle Tage! Ein Obdachloser aus der französischen Stadt Rennes erhält dank zweier Ahnenforscher einen Scheck über 100.000 Euro. Diese haben ihn nach dem Tod seines Vaters, von dem der Obdachlose einen Teil seines Vermögens erbt, monatelang gesucht.

"Ein komplexer familiärer Hintergrund"

Vor etwas mehr als fünf Jahren wurde das auf Erb- und Familienforschung spezialisierte Familienforschungsinstitut Audibert-Ladurée von einem Notar kontaktiert. "Niemand war bei ihm erschienen, um den Nachlass eines verstorbenen Mannes anzutreten. Er beauftragte uns, die Erben ausfindig zu machen", erzählt David Audibert, 45, Doktor der Neueren Geschichte und Erbschaftsgenealoge.

Gegenüber dem Medium Ouest-France geht der Ahnenforscher David Audibert auf den familiären Hintergrund des verstorbenen Mannes ein, der auch zwei Töchter hatte. "Es war ein komplexer Familienkontext mit einem entsetzlichen Hintergrund. Der Sohn verließ das Haus, sobald er konnte, und wurde ausgegrenzt", beschreibt er.

"Er hat einen guten Charakter

Nach zehnmonatigen Ermittlungen in Rathäusern, Archiven und Gerichtsschreibereien findet das Expertenduo schließlich seine "Zielperson". Den Familienforschern gelingt es, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen.

"Wir mussten ihm mitteilen, dass sein Vater gestorben war, er wusste es nicht. Er war sehr betroffen", erinnert sich David Audibert. Damit der Obdachlose jedoch erben konnte, war ein zweijähriges Verfahren erforderlich.

"Das Geld interessierte ihn überhaupt nicht", erzählen die Genealogen. Er wollte mehr Nachrichten von seiner Familie, von seiner Schwester, Fotos. Er hat einen guten Charakter. Das Erbe änderte nichts an seinem Leben. Er sagte mehrmals, dass er nicht vorhabe, seinen Lebensstil zu ändern, dass es ihm gut gehe, so wie es sei". David Audibert und Jean-René Ladurée haben bis heute nichts mehr von dem glücklichen Obdachlosen gehört.

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