„Ich habe Metastasen im ganzen Körper, da ist alles schwarz“ Johann Lafer gibt tiefe Einblicke
Seit mehreren Wochen spricht Johann Lafer offen über seine unheilbare Krebserkrankung und wie diese sein Leben verändert. Was bedeutet das für den beliebten TV-Koch – und welche Pläne verfolgt er trotz aller Unsicherheit?
Keine leichte Zeit für Johann Lafer: Der bekannte Fernsehkoch und Genussmensch steht aktuell ganz öffentlich vor einer besonders ernsten Herausforderung. Erst vor kurzem machte er publik, dass bei ihm ein Lymphdrüsenkrebs mit Metastasen im ganzen Körper diagnostiziert wurde. Seine Offenheit und sein Umgang mit der Krankheit berühren viele – denn Lafer nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um seinen aktuellen Gesundheitszustand geht.
Unheilbare Diagnose und wie alles begann
Ende Mai 2026 machte Johann Lafer erstmals seine schwere Diagnose publik: Bei einer Routineuntersuchung während einer Fastenkur hatte sein Arzt Schatten in der Leistengegend festgestellt. Nach mehreren operativen Eingriffen und der Entnahme von Lymphknoten folgte die Gewissheit – bei ihm wurde ein „indolentes, also niedrig-malignes und nicht aggressives Non-Hodgkin-Lymphom diagnostiziert“. Das heißt konkret: Der Krebs ist zwar nicht heilbar, kann aber durch Therapie eingedämmt werden.
„Heilen lasse sich der Krebs nicht, aber man kann ihn eindämmen“, so Lafer.
Die Chemotherapie begann Anfang dieses Jahres, der sechste Zyklus steht nun bevor.
Schwere Zeiten, bewegende Worte und Hoffnungsschimmer
Die Behandlung fordert dem 68-Jährigen einiges ab. Neben dem mentalen Kampf schlagen sich auch körperliche Veränderungen nieder: Lafer hat rund 25 Kilogramm Gewicht verloren, die Haare sind ausgefallen, das Essen macht ihm derzeit nur wenig Freude. Besonders die aktuelle Sommerhitze in München mit fast 40 Grad setzt ihm zu:
„Aktuell geht es mir nicht besonders gut. Die Hitze macht mir zu schaffen.“
Trotz dieser Belastungen versucht er, seinen Alltag weiterleben zu können. Arbeit und Projekte sind ihm dabei eine wichtige Stütze:
„Das Arbeiten tut mir gut, weil es mich vom wesentlichen Problem ablenkt. Je mehr Zeit man hat, desto mehr denkt man darüber nach.“
Mit seinem ehrlichen Umgang spricht Lafer offen über seine Gefühle:
„Am Anfang ging es mir besser damit, gerade bin ich in einer Krisenphase.“
Auch Prognosen bleiben vage, denn wie lange er mit der Krankheit leben wird, kann ihm bis heute niemand sagen:
„Das ist unterschiedlich. Ich habe heute von einem gehört, der nur ein Jahr überlebt hat, andere leben noch zehn Jahre gut damit.“
Laut seinem behandelnden Professor besteht Grund zur Hoffnung:
„Mein Professor hat mir schriftlich gegeben, dass ich noch viele Jahre wunderbar mit dieser Krankheit leben kann, auch wenn sie wohl nie ganz weggehen wird.“
Was ihm am meisten auffällt? Unterstützung aus allen Richtungen:
„Meine Familie, meine Freunde und Geschäftspartner stehen voll hinter mir und unterstützen mich auf meinem Weg.“
Der Kontakt zu alten Kollegen wie Alfons Schuhbeck wurde ebenfalls wieder enger:
„Wir haben uns sehr nett geschrieben und können sehr gut reden.“
Der Weg ist das Ziel: Pläne, Mut und Umgang mit dem Schicksal
Tausende Zuschauer kennen Johann Lafer als lebensfrohen Fernsehkoch, etwa aus den ZDF-Formaten „Lafer! Lichter! Lecker!“ oder „Die Küchenschlacht“. Und auch jetzt bleibt sein Lebensmut ungebrochen:
„Ich kämpfe und ich will leben und arbeiten.“
Trotz aller Rückschläge blickt er nach vorne, träumt sogar von einer Reise in den Himalaya.
„Ich würde gerne das Basislager des Mount Everest im Himalaya besuchen“, erzählt er im Gespräch.
Für Lafer zählt vor allem, nichts aufzuschieben und die schönen Seiten des Lebens noch intensiver zu erleben:
„Man darf nichts aufschieben.“
Vor allem seine Haltung beeindruckt:
„Ich stelle mich dieser Aufgabe. Ich muss mich stellen.“
Für ihn bedeutet das, sich nicht in Angst zurückzuziehen, sondern offen und aktiv zu bleiben – sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben.
„Es nützt nichts, immer nur irgendwo in der Ecke zu sitzen. Das ist der falsche Weg. Es ist ein Schicksalsschlag, man muss ihn nehmen, wie er ist, und das Beste daraus machen.“
Nach vorn zu blicken, nicht den Mut zu verlieren und das Schicksal anzunehmen – das sind die Werte, die Lafer aktuell nach außen trägt und sich täglich selbst ins Gedächtnis ruft.
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