„Das erste Mal, als ich mich dumm gefühlt habe“ Summer Terenzi packt über ihre Legasthenie aus © summerterenzi
Veröffentlicht am 06/08/2026 um 13:00 von der Redaktion

„Das erste Mal, als ich mich dumm gefühlt habe“ Summer Terenzi packt über ihre Legasthenie aus

Summer Terenzi, Tochter von Sarah Connor und Marc Terenzi, spricht in der ProSieben-Doku „Born Famous“ offen über ihre Legasthenie. Wie sie sich durch die „Schulhölle“ kämpfte und in England neues Selbstvertrauen fand, sorgt nicht nur bei Fans für Gesprächsstoff.

Es gibt Aussagen, die bleiben im Kopf: Wenn Summer Terenzi in der ProSieben-Doku „Born Famous“ zurück auf ihre Schulzeit blickt, wird jedem spätestens dann klar, wie prägend diese Jahre für sie waren.

„Das erste Mal, als ich mich dumm gefühlt habe, war in der vierten Klasse.“

Bereits in diesem Alter merkt sie, dass irgendetwas anders läuft – aber keiner klärt sie auf, was eigentlich mit ihr los ist. Für Summer war das ein Beginn eines schwierigen Weges, der lange Zeit nicht nur für Verwirrung, sondern auch für viel Leid sorgte.

Schulfrust statt Popstar-Glanz

Während viele denken, Kinder berühmter Eltern hätten ein leichtes Leben, erlebt Summer ganz anderes. In Berlin, an ihrer Schule, fällt sie auf: Eine Klassenkameradin fragt sie bei einer Diktatübung spitz:

„Das Mädchen neben mir war so: ‚Du bist immer noch nicht fertig?‘ Da habe ich gecheckt, die machen sich über dich lustig.“

Damals weiß sie nicht, warum sie beim Lesen und Schreiben ständig hinterherhinkt.

„Mir hat keiner erklärt, dass es nicht normal ist, dass sich die Buchstaben bewegen oder vertauschen. Für mich war das immer so: ‚Alter, ich bin dumm‘.“

Die Lehrkräfte damals nehmen ihre Probleme nicht ernst, kein individueller Förderunterricht kommt infrage. Ihre Mutter Sarah Connor weiß heute:

„Dadurch hatte sie eine ziemliche Höllenzeit.“

Dieses Unverständnis führte dazu, dass Summer sich selbst immer mehr infrage stellte und oft das Gefühl hatte, nicht mitzuhalten. Die Wirkung der Legasthenie übersetzte sich nicht nur in schlechte Noten, sondern auch in ein tief sitzendes Selbstwertproblem, das ihren Alltag stark bestimmte.

Neustart in London: Musik als Schlüssel zur Stärke

Familie Terenzi sucht nach Lösungen. Nachdem Summers älterer Bruder Tyler zum Studium nach London gezogen ist, liegt für sie der Gedanke nahe, es ihm gleichzutun. Ein Internat mit Musikschwerpunkt öffnet ihr neue Türen. Die Lehrer dort nehmen sich Zeit, gehen auf Summers Bedürfnisse ein und passen die Prüfungen an – was in Berlin undenkbar schien, wird in England zur Realität. Plötzlich wird verstanden, dass Legasthenie keine Frage von Intelligenz, sondern eine besondere Art zu lernen ist. Summer erinnert sich: Dort, im Internat:

„habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass ich eigentlich schlau bin“.

Ihr Abschluss in Musik, Musikproduktion und Theater schafft zwar nicht den Zugang zu allen Unis, aber für Musikhochschulen reicht es. Summer gewinnt, was ihr in Berlin fehlte – echtes Selbstvertrauen.

Dieser neue Lernort zeigt ihr, dass ihre Schwierigkeiten nichts mit geringem Verstand zu tun haben, sondern mit einer anderen Art, die Welt zu begreifen. Die Musik wird für sie nicht nur Leidenschaft, sondern auch therapeutische Unterstützung im Umgang mit ihrer Legasthenie. Das Umfeld fördert nicht nur ihre kreativen Talente, sondern auch ihre Persönlichkeit. Die Anpassungen bei Prüfungen und im Unterricht zeigen, wie wichtig individuelle Förderung ist – ein Thema, das Summer heute besonders am Herzen liegt.

„Sie hat einfach nur anders gelernt“ – Familienrückhalt gibt Kraft

Mama Sarah Connor war in all den Jahren immer an Summers Seite. Sie stellt klar:

„Das stimmt natürlich überhaupt nicht. Sie hat einfach nur anders gelernt.“

Dieser Blickwinkel gibt Summer die Rückendeckung, nach vorn zu schauen. Heute spricht sie offen über ihre Legasthenie – nicht nur im Fernsehen. Wer weiß, vielleicht inspiriert sie so andere, ihre eigenen Stärken zu erkennen – auch wenn der Weg dorthin nicht immer leicht ist.

Der Rückhalt der Familie war für Summer entscheidend. Ihr Vater Marc Terenzi und der Bruder Tyler unterstützten sie, wo sie konnten. Gerade in einem Umfeld, in dem viele Herausforderungen auf sie warten, sind solche festen Anker Gold wert. Der Mut, über Legasthenie zu sprechen, hilft nicht nur Summer selbst, sondern auch anderen Jugendlichen, die ähnliche Hürden überwinden müssen.

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Verwendete Quelle:

Sarah Connors Tochter hat Legasthenie - Ich dachte, ich bin dumm