Diese 12 Prominenten leiden an neurologischen und psychischen Erkrankungen © catherinezetajones
Veröffentlicht am 18/06/2026 um 10:40 von der Redaktion

Diese 12 Prominenten leiden an neurologischen und psychischen Erkrankungen

Krankheiten machen auch vor Stars keinen Halt. In der bunten Welt der Promis zeigen sich überraschende Geschichten über mentale und neurologische Herausforderungen.

Brad Pitt vergisst immer wieder Gesichter, Mercedes Milá kämpfte gegen tagelanges Weinen und selbst Sportikonen wie Muhammad Ali und Andrés Iniesta litten oder leiden an Erkrankungen, die sie verletzlich machen. Wo Ruhm, Geld und Rampenlicht eigentlich Stärke suggerieren, zeigen berühmte Persönlichkeiten eine andere Seite. Krankheiten wie Prosopagnosie, Depression oder Parkinson treffen nicht nur normale Menschen, sondern auch diejenigen, die regelmäßig auf roten Teppichen stehen. Ihre Offenheit sorgt dafür, dass psychische und neurologische Leiden endlich ernst genommen werden.

Wenn Gesichter verschwinden und Gedanken rasen: Stars berichten offen

Brad Pitt zählt zu den bekanntesten Gesichtern Hollywoods, doch Gesichter erkennen? Fehlanzeige – Prosopagnosie macht es ihm fast unmöglich, Menschen wiederzuerkennen. Seine Worte, unverändert im Originalzitatform:

„Es gibt viele Menschen, die mich hassen, weil sie glauben, ich würde ihnen gegenüber respektlos sein.“

Die Folge: Missverständnisse und ein Gefühl von Isolation. Der Schauspieler versuchte, das Problem anzusprechen:

„Es gab ein Jahr, in dem ich einfach sagte: ‚Dieses Jahr werde ich mich der Sache stellen und die Leute fragen: „Wo haben wir uns kennengelernt?“‘ Aber es wurde nur noch schlimmer. Die Leute nahmen es mir noch übel und interpretierten mein Problem als Zeichen von Eitelkeit oder Selbstverliebtheit. Für mich ist das ein Rätsel: Ich kann mich einfach nicht an ein Gesicht erinnern.“

Andrés Iniesta, einer der größten Fußballstars Spaniens, bekannte sich in der Sendung Salvados offen zu seiner Depression. Er sagte:

„Wenn man an einer Depression leidet, ist man nicht mehr man selbst. Wenn man so verletzlich ist, fällt es schwer, bestimmte Momente im Leben unter Kontrolle zu halten.“

Ähnlich offen sprach Mercedes Milá in der TV-Show Las Tres Puertas über wiederkehrende Depressionen:

„Die erste Depression war auf Liebeskummer zurückzuführen, die zweite, die dritte und die folgenden auf übermäßigen Stress“ und „Ich konnte die ganze Woche lang bis zum Donnerstag weinen“.

Für sie ist klar:

„Psychische Erkrankungen sind immer mehr in unserem Alltag präsent. Wir müssen sie sehr ernst nehmen.“

Catherine Zeta-Jones kämpft öffentlich mit ihrer bipolaren Störung Typ II und setzt ein starkes Zeichen:

„Es handelt sich um eine Erkrankung, von der Millionen von Menschen betroffen sind – und ich bin eine von ihnen. Wenn meine Offenbarung, dass ich an einer bipolaren Störung vom Typ II leide, jemanden dazu ermutigt hat, Hilfe zu suchen, dann hat es sich gelohnt. Man muss nicht still leiden, und es ist keine Schande, um Hilfe zu bitten.“

Präsidenten, Sportler und Showstars – niemand ist gefeit

Ronald Reagan, Adolfo Suárez und Pasqual Maragall sind prominente Beispiele, dass selbst höchste politische Ämter nicht vor Alzheimer schützen. Reagan erhielt 1994, fünf Jahre nach seiner Präsidentschaft, die Diagnose. Sein Sohn Ron sprach in „My Father at 100“ von frühen Anzeichen während der Zeit im Weißen Haus. Maragall gab 2007 seine Erkrankung bekannt und gründete 2008 die Fundación Pasqual Maragall für Forschung und Aufklärung.

Muhammad Ali, die Box-Legende, lebte 32 Jahre mit Parkinson. 1984 erhielt er die Diagnose, die ihn bis zu seinem Tod 2016 begleitete. Er sprach offen über die Belastung:

„Anfangs gab es Momente, in denen ich die Gedanken an die Krankheit aus meinem Kopf verdrängen konnte. Später, als die körperlichen Symptome nicht mehr zu ignorieren waren, gab es Phasen der Frustration und Depression.“

Auch Javier Otxoa überwand nach einem schweren Unfall mit seinem Zwillingsbruder eine Cerebralparese und startete erfolgreich als Paralympionik – bis zu seinem Tod im August 2025. Basketballer Chris Wright wurde als erster NBA-Spieler mit Multipler Sklerose bekannt, während Asier de la Iglesia im Mai 2025 als erster MS-Betroffener in der spanischen Top-Liga Geschichte schrieb.

Tabus brechen: Krankheitssymptome und neue Offenheit im Rampenlicht

Ob als Kind das Stottern bei Bruce Willis, das auf der Bühne verschwand, oder Jennifer Lawrence, die wegen ihres ADHS den Spitznamen „Nitro“ trug: Viele Promis zeigen heute ungefiltert ihr Leben mit Krankheiten, was Hoffnung macht. Mit mehr Wissen und Behandlungsmöglichkeiten wächst auch die Offenheit. Die Fundación Pasqual Maragall und mutige Geständnisse wie die von Ángel Martín, der nach einer zweiwöchigen Psychose einen Bestseller schrieb, tragen dazu bei, Tabus um Depressionen, bipolare Störungen, Multiple Sklerose oder Schlaganfallfolgen abzubauen.

Auch Miguel Boyer, der 2012 einen Schlaganfall erlitt und schwer beeinträchtigt war, sowie Muhammad Ali erinnern daran: Das Leben mit neurologischen Herausforderungen kann ebenso eindrucksvoll sein wie ein Sieg auf dem Spielfeld. Sie zeigen, dass Menschlichkeit bedeutet, Schwächen zu akzeptieren – und dass Hilfe, Verständnis sowie Akzeptanz jedem guttun.

Auch Interessant:

„Top Gear“-Legende Jeremy Clarkson - „Ich habe Krebs“

„Mette-Marit hat eine Spenderlunge erhalten“ Hoffnung für Norwegens Kronprinzessin

„das Problem beseitigt“ Was ist los mit Netanjahus Gesundheit

Verwendete Quelle:

Célébrités atteintes de maladies neurologiques et mentales