Schilddrüse: Informationen zu Schilddrüsenunterfunktion/ Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenkrebs, Knoten und Werten

Schilddrüse: Informationen zu Schilddrüsenunterfunktion/ Schilddrüsenüberfunktion, Schilddrüsenkrebs, Knoten und Werten

Die Schilddrüse ist eine endokrine Drüse, die den Stoffwechsel von Körperzellen durch Hormone reguliert. Ihre Dysregulation kann Hypothyreose, Hyperthyreose oder Schilddrüsenkrebs verursachen und zu verschiedenen Folgen und Beschwerden führen.

Was ist die Schilddrüse? Definition und Lage 

Die Schilddrüse ist eine endokrine Drüse, die zum ordnungsgemäßen Funktionieren des Organismus beiträgt. Schmetterlingsförmig befindet sie sich im Hals unterhalb des Adamsapfels. Ihre Rolle ist es, den Stoffwechsel der Zellen des Organismus zu regulieren.

Die Schilddrüse ist der Ursprung mehrerer Krankheiten wie Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion), Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion), Thyreoiditis oder Schilddrüsenkrebs.

Für welche Vorgänge und Hormone ist die Schilddrüse verantwortlich? Wie ist ihre Funktionsweise?

Die Schilddrüse produziert Schilddrüsenhormone, genannt Thyroxin (T4), Triiodthyronin (T3) und Calcitonin. Ihre Produktion wird anhand des TSH (Schilddrüsen-stimulierendes Hormon) durch die Hypophyse selbst angeregt. Diese steuert den  Hormonspiegel und trifft die Entscheidung, die Produktion zu erhöhen oder zu verringern.

Die Schilddrüsenhormone zirkulieren dann im Blut und dringen in den Zellkern ein, was zu der Synthese von mehreren Proteinen führt. Diese regulieren den Zellstoffwechsel.

Die Schilddrüse hat somit eine Wirkung auf den Energieverbrauch, die Muskelenergie, Reflexe, Gewicht, Körpertemperatur, Blutdruck und auch die Herzfrequenz. Sie spielt ebenso eine wichtige Rolle beim Wachstum und der Reifung des zentralen Nervensystems.

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) und Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Eine Störung der Schilddrüse kann zu vielen Komplikationen und Problemen wie beispielsweise der Bildung eines Knotens führen. Schätzungsweise leidet jeder Dritte Deutsche unter einer Schilddrüsenerkrankung (harmlose Formen miteinbezogen). Man unterscheidet verschiedene Arten der Krankheiten.

Bei nicht ausreichender Hormonproduktion, wird es Hypothyreose (Unterfunktion) genannt. Dies zeigt sich durch Symptome wie etwa eine Verlangsamung des Stoffwechsels und kann durch medikamentöse Behandlung ausgeglichen werden. Umgekehrt entspricht eine Hyperthyreose (Überfunktion) der übermäßigen Sekretion, was zu einem erhöhten Stoffwechsel führt. Bei einer Überfunktion kann es zu einer vergrößerten Schilddrüse kommen. Die Diagnose wird in beiden Fällen einerseits durch einen Test zur Ermittlung der Blutwerte und andererseits durch eine Ultraschall-Untersuchung aufgestellt. 

Weitere Erkrankungen der Schilddrüse wie z.B. Schilddrüsenkrebs oder Hashimoto

Es gibt auch vielerlei Entzündung der Schilddrüse oder Thyreoiditis. Einige sind Autoimmun, wie die Basedowsche-Krankheit,  die die häufigste Ursache für eine Hyperthyreose ist und Hashimoto Thyreoiditis aus der oft eine Hypothyreose entsteht.

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Unter die nicht-Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse fällt die akute Thyreoiditis. Ihrer infektiösen Ursache, folgt oft eine bakterielle Infektion durch Staphylokokken oder Streptokokken.  Der Auslöser für Thyreoiditis können auch Arzneimittel sein. In diesem Fall spricht man von iatrogenen Thyreoiditis.

In seltenen Fällen kann die Schilddrüse unterschiedlichsten Krebs verursachen. Papillärer Schilddrüsenkrebs ist am häufigsten (ca. 70%), aber es kann auch follikulären Krebs, anaplastischen Krebs oder medulläre Schilddrüsenkarzinome auslösen. Bei Krebserkrankungen ist es möglich, die Schilddrüse operativ zu entfernen. 

Maximilian Kunze
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