Katzenallergie: Forscher finden wahrscheinlich eine Lösung für Betroffene

Katzenallergie: Forscher finden wahrscheinlich eine Lösung für Betroffene

Heute ist jeder zehnte Deutsche gegen Tierhaare allergisch. Doch viele von ihnen träumen davon, eine kuschlige Katze zu besitzen. Die Forscher haben vielleicht eine Lösung gefunden.

Allergien können ganz schön fies sein. Selbst wer noch keine Allergie hat, sollte aufpassen, es gibt nämlich Tiere, die z.B. eine Fleischallergie auslösen können. Wer schon eine Allergie hat, der weiß, dass nicht immer alle Mittel dagegen helfen, v.a. bestimmte Alkoholsorten sind nicht unbedingt sehr hilfreich bei einer Pollenallergie. Wer gegen Katzen allergisch ist, kann jetzt aber ein wenig Hoffnung schöpfen.

Was haben die Forscher herausgefunden?

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Forscher, die im Auftrag von Purina arbeiten, präsentieren auf der EAACI 2019 (European Academy of Allergy and Clinical Immunology) einen Weg, das Fel d1-Protein zu reduzieren. Es ist ein Allergen, das im Speichel der Katze vorhanden ist. Fast 95 % der allergischen Reaktionen bei sensibilisierten Menschen sind auf Fel d1 zurückzuführen. Wissenschaftler haben entdeckt, dass ein Antikörper gegen Anti-Fel d1 (IgY) in der Lage ist, dieses Allergen zu neutralisieren.

Wie funktioniert der Wirkstoff gegen Fel d1?

Laut der Studie, die auch in der Fachzeitschrift Immunity, Inflammation and Disease veröffentlicht wurde, zeigen 97 % der Katzen - als sie eine mit IgY angereicherte Nahrung (eine Mischung auf Ei-Basis) erhalten -einen Rückgang des Allergens in ihren Haaren und abgestorbenen Hautzellen (Schuppen). Die Forscher beobachten auch „eine 47%ige Reduzierung des aktiven Fel d1 im Katzenhaar [....] drei Wochen nach der Verabreichung der Nahrung“ bei Katzen. Und es scheint zu funktionieren: Wenn der Gehalt an Fel d1 bei Katzen sinkt, wird auch die Allergenbelastung geringer, was die Katzen für Allergiker toleranter macht.

Was könnte sich verändern?

„Eine Reaktion tritt ein, wenn das Allergen mit dem Menschen in Kontakt kommt und sich dann mit Immunabwehrproteinen in seinem Körper verbindet“, erklärt ein Purina-Presseprecher. Heute sind die Forschungen noch im Gange, aber das könnte eine echte Hoffnung für diejenigen Personen sein, die allergisch auf Katzen reagieren und trotzdem gerne eine Katze hätten.

Simone Haug
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