Sputnik V: Russischer Impfstoff "kann der EU nicht kurzfristig helfen"
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Sputnik V: Russischer Impfstoff "kann der EU nicht kurzfristig helfen"

Von Alma Feliz

Lange wurde der russische Impfstoff Sputnik V in der EU skeptisch beäugt. Nun denkt Gesundheitsminister Spahn darüber nach, Impfdosen von Russland vorzubestellen. Die EU-Kommission ist von dieser Idee nicht begeistert.

Viele andere Länder haben die EU längst in Sachen Impfkampagne überholt. Während das Vereinigte Königreich beispielsweise bereits über 40 Prozent der Erwachsenen geimpft hat, geht es in der EU nur schleppend voran.

Dafür gibt es Experten zufolge unterschiedliche Gründe. Obwohl man die Impfstoffbeschaffung ursprünglich nur innereuropäisch lösen wollte, wird nun darüber nachgedacht, ob der russische Impfstoff Sputnik V die Rettung der deutschen Impfkampagne sein könnte.

Panik-Kauf: Brauchen wir Sputnik V?

Sputnik V gilt aktuell als einer der gefragtesten Impfstoffe der Welt und auch Gesundheitsminister Jens Spahn sieht klare Vorzüge in dem russischen Vakzin.

Nun will er einen bilateralen Deal mit Russland schließen, um sich Impfdosen zu sichern. Damit dies möglich sein kann, muss die Europäische Arzneimittelagentur den Impfstoff allerdings erst einmal zulassen.

Darüber hinaus ist die EU-Kommission gegen den Plan. Das macht der Impfstoff-Beauftragte der EU-Kommission, Thierry Breton, nun noch einmal deutlich.

Mehr als genug Impfdosen

Er ist sich sicher, dass es der EU nicht helfen wird, zum aktuellen Zeitpunkt Präparate aus Russland oder China zu beziehen. Die Lieferzeiten wären viel zu lang.

Der Russland-Impfstoff könnte die europäische Impfkampagne nur dann unterstützen, wenn er innerhalb der nächsten zwei bis vier Monate geliefert würde. Danach hätte die EU ohnehin genug Impfdosen zur Verfügung.

Darüber hinaus zeigt sich Breton optimistisch, dass die EU bis Ende Juni genug Impfdosen haben wird, um das Impfziel von 70 Prozent der Erwachsenen zu erfüllen.

Eine effiziente Impfkampagne

So erklärt der EU-Kommissar, dass bereits im ersten Quartal 108 Millionen Impfdosen eingetroffen sind und im zweiten Quartal mit weiteren 360 Millionen Impfdosen zu rechnen ist.

Wichtig sei nun, die Verimpfung der Dosen mit genauester Sorgfalt zu planen, damit wir möglichst bald zu einer Normalität oder zumindest so etwas Ähnlichem zurückkehren können.


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