Impf-Prämien: Supermärkte wollen Mitarbeiter belohnen, die sich impfen lassen

Nach Edeka will jetzt auch Rewe Impfprämien für seine Mitarbeiter vergeben. Und nicht nur Supermärkte sind mehr und mehr von diesem Konzept überzeugt - Drogerien wollen das Impfen ihrer Mitarbeiter nun teilweise auch in die eigene Hand nehmen.

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Noch immer gehen die Impfungen gegen das Coronavirus in Deutschland eher schleppend voran. Jetzt ist es wohl an der Zeit, ungewöhnliche Anreize für eine Impfung zu schaffen.

Genau das denkt sich auch die Rewe-Gruppe, zu der sowohl die Rewe-Märkte als auch die Filialen von Penny gehören, und wagt nach Edeka ebenfalls den Schritt zur Impfprämie für Mitarbeiter. Ein Sprecher erklärt dazu gegenüber t-online.de:

Derzeit stehen wir mit dem Betriebsrat in Gesprächen, ob und in welcher Form wir einen zusätzlichen Impfanreiz für unsere Mitarbeiter schaffen können.

Rewe-Gruppe plant Impfprämien

Des Weiteren bereite sich die Rewe-Gruppe gemeinsam mit den Betriebsärzten "intensiv" darauf vor, ihre Mitarbeiter impfen zu können, sobald dem Unternehmen entsprechende Kontingente zur Verfügung stehen.

Zuvor hatte Edeka Nord angekündigt, seinen Mitarbeitern eine Impfprämie in Form eines 50-Euro-Einkaufsgutscheins zu schenken. Allerdings betreffe das bisher nur die Mitarbeiter, die zur zweiten Prioritätsgruppe zählen, also solche mit chronischen Lungenerkrankungen.

Aldi Nord will Impfprozess aktiv durch Betriebsärzte begleiten lassen

Andere Supermärkte, Discounter und Drogerien halten sich derweil noch zurück. Aldi Nord informiert seine Mitarbeiter allerdings zumindest schon zu den Impfungen. So heißt es in einem Statement:

Impfungen sind freiwillig, sodass jeder Mitarbeiter natürlich selbst darüber entscheidet, ob er sich impfen lässt oder nicht. Wir prüfen darüber hinaus die Möglichkeiten, den Impfprozess aktiv zu begleiten - etwa durch Betriebsärzte.

Bei dm wolle man "Rahmenbedingungen" für die Mitarbeiter schaffen. Laut Christian Harms von der Geschäftsführung gehören Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Kunden in Kontakt stehen, zur Kategorie "Schutzimpfung mit erhöhter Priorität".

Verschiedene Vorgehensweisen bei dm und Rossmann

Die Entscheidung für eine Impfung liege jedoch bei jedem einzelnen Mitarbeiter selbst, wie Harms betont. Dem Personal werden jedoch entsprechende Bescheinigungen ausgestellt, um eine priorisierte Berücksichtigung bei der Impfreihenfolge zu ermöglichen.

Der Konkurrent Rossmann hingegen plant, das Impfen bald in die eigene Hand zu nehmen. Eine Prämie in Form eines Gutscheins, analog zum Beispiel von Edeka Nord in Schleswig-Holstein, sei allerdings nicht geplant.

Mit der Art und Weise, wie sie die Impfungen attraktiver machen wollen, sind die Discounter nicht alleine. So werben ab und zu auch Städte mit Geldprämien für die Menschen, die hinzuziehen.