Corona-Pflaster zur leichteren Verabreichung der Impfung?
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Corona-Pflaster zur leichteren Verabreichung der Impfung?

Wissenschaftler arbeiten an der Entwicklung eines Kits zur Corona-Impfung, das wie ein Pflaster funktionieren soll.

Seit der Entwicklung von Corona-Impfstoffen und der Zulassung einer flächendeckenden Auslieferung in Großbritannien im letzten Dezember, reißen die Schwierigkeiten bei der Vergabe der Impfungen nicht ab. Bis ganz zuletzt liegt die Zahl der tatsächlich Geimpften weit unter der anfangs erhofften. Als Ziel der britischen Regierung gilt, allen über 70-Jährigen bis Mitte Februar zumindest die erste Impfdosis zukommen zu lassen.

Auch wenn in Großbritannien letztlich das Programm zur vorrangigen Impfung von Risikogruppen aufgestockt worden ist, kann man sich berechtigterweise fragen, welche Probleme demnächst auf das Land zukommen werden: Dann nämlich, wenn gemäß der Impfliste die zweite und die dritte Kategorie von Personen mit ihrer Impfung an die Reihe kommen.

Wie soll die neue Technologie funktionieren?

Diese Problemstellung hat ein Forscherteam am Swansea University Institute for Innovative Materials, Processing and Numerical Technologies (IMPACT), einer Forschungseinheit für Medizintechnik, dazu gebracht, an einer neuen Form von Corona-Impfung zu arbeiten. Ziel des Unterfangens ist dabei, die Verabreichung der Impfung als solche zu vereinfachen.

Das laufende Projekt zielt darauf ab, eine Art Pflaster mit Mikronadeln zu entwickeln, über das der Impfstoff verabreicht wird. Zugleich soll das Pflaster aber auch die Entzündungsreaktionen der jeweiligen Person hinsichtlich der Impfung messen. Dies geschieht mittels einer Überwachung der Biomarker in der Haut. Die diesen Forschungen vorstehende Dr. Sanjiv Sharma hat sich kürzlich zu den langfristigen Zielen dieses Projektes ausgedrückt. Gegenüber Health Europa sagt sie dazu Folgendes:

Unser vorrangiges Ziel ist die Schaffung des Prototyps eines intelligenten Geräts für Impfungen, das nicht nur den Corona-Impfstoff über die Haut zuführen, sondern auch Biomarker in der Haut überwachen kann. Letzteres soll auf möglichst sachte Weise geschehen und eine Echtzeitinformation zur Wirksamkeit der Impfung gewährleisten.

Dr. Sharma fügt hinzu:

Diese neue Methode wird die Art und Weise ändern, wie Tests zur Wirksamkeit von Impfstoffen durchzuführen sind: Von der jetzigen statistischen Beurteilung wird man Dank dieser Methode dann zu einer wissenschaftlichen Erfassung der Entzündungsreaktionen eines geimpften Patienten übergehen können.

Ein Hautpflaster, ähnlich dem Verhütungspflaster

Die Mikronadeln sollen sanft in das Hautgewebe eindringen, um dem Körper dann allmählich den Impfstoff zuzuführen. Auf diese Art ist es dann nicht mehr nötig, wie jetzt zwei Impfdosen zu erhalten. Alles in allem bietet sich dieses Verfahren als kostengünstigere Lösung auf weltweiter Ebene an.

Dieselbe Technologie kommt bereits in den Verhütungspflastern zum Einsatz, in denen synthetische Östrogen- und Gestagen-Hormone freigesetzt werden, um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. Dieses Verfahren hat hier also für Frauen bereits den Platz der täglichen Pille übernommen.


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