Spähsoftware wird verwendet, um Aktivisten und Oppositionelle auszukundschaften

Spionage hat im Zeitalter von Computern und Handys eine neue Form angenommen. Vorbei die Zeiten, in denen Spione die Regierungsreihen des Feindes infiltrierten und ihr Leben riskierten, um Bericht zu erstatten. Heute geht das alles ganz bequem per Handy.

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Schließlich gibt es sogar professionelle Softwares, die beim Ausspionieren helfen sollen - auch Apps wie WhatsApp stehen immer wieder in der Kritik. Offiziell geht es dabei natürlich um den Kampf gegen Terrorismus und Kriminalität!

Missbrauch vom 'Kampf gegen den Terrorismus'

Aber wen überrascht es noch, dass ein Recherchenetzwerk nun ans Tageslicht bringt, dass Oppositionelle und Aktivisten und Aktivistinnen angezapft werden? Wie ntv.de berichtet, haben Geheimdienste und Polizeibehörden mehrerer Länder eine Spähsoftware verwendet.

Sie sind die einzigen Behörden, die Zugang zur sogenannten Pegasus-Software haben - auch wenn aus dem Leak nicht hervorgeht, wer genau der Auftragsgeber ist. Die Spähsoftware wurde von einem israelischen Unternehmen entwickelt, um mutmaßliche Terroristen und Schwerverbrecher zu überwachen.

Die neuen Terroristen

Doch davon scheint es nicht genügend zu geben, denn wie mehrere Redaktionen, u. a. Süddeutsche Zeitung, Zeit, NDR und WDR, jetzt aufdeckten, sind Hunderte Journalisten und Journalistinnen, Aktivisten und Aktivistinnen und Oppositionelle abgehört wurden.

Mehr als 50.000 Telefonnummern konnte das internationale Rechercheteam auswerten. Im Jahr 2016 sollen diese Nummern von Kunden des israelischen Unternehmens NSO Group überwacht worden sein.

In unserem Video erfahrt ihr mehr zu dem Spionageprogramm.