52 Millionen fehlerhafte Schutzmasken, Testkits und Handgels aufgespürt

Minderwertige Handgels, fehlerhafte Schutzmasken, gefälschte Testkits: Schlappe 52 Millionen gesundheitsgefährdende Produkte dieser Art hat die EU-Betrugsbehörde OLAF seit Beginn der Pandemie aufgespürt. Wie das möglich ist?

Profit auf Kosten anderer: 52 Millionen fehlerhafte Schutzmasken, Testkits und Handgels aufgespürt
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Dass es in der Pandemie Gewinner - wie Amazon-Chef Jeff Bezon, der seinen Gewinn dank der Pandemie verdoppeln konnte - und Verliererinnen gibt, haben mittlerweile alle mitbekommen. Doch geldgierige Menschen, die versuchen, mit dem Leid anderer Profit zu machen, gibt es nicht nur in Indien!

EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF

Auch in der EU sind Produkte im Umlauf, die uns vor dem Virus schützen sollen, die aber eine mangelhafte Qualität aufweisen und gefälscht sind - auch das Geschäft mit gefälschten Impfausweisen scheint am boomen zu sein!

Seit Beginn der Pandemie konnte die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF 52 Millionen fehlerhafte Produkte aufspüren und hat 1.150 verdächtige Händler ermittelt, wie die Behörde laut ntv.de im Jahresbericht für 2020 schreibt.

Wie das möglich ist?

Der Generaldirektor von OLAF Ville Itälä erklärt:

Seit März 2020 haben wir die wachsende Bedrohung durch gefälschte, minderwertige oder unsichere Produkte untersucht und darauf reagiert. Viele Unternehmen sind opportunistisch in dem Versuch, von der Pandemie zu profitieren, in eine Tätigkeit eingestiegen, ohne jegliche Erfahrung auf diesem Gebiet zu haben.

Dem Jahresbericht zu Folge hat OLAF 230 Betrugsuntersuchungen durchgeführt und 375 Empfehlungen an nationale und EU-Behörden adressiert. Doch Strafverfolgungsbefugnisse hat die Behörde nicht, weswegen sie zukünftig eng mit der Europäischen Staatsanwaltschaft (EPPO) zusammenarbeiten soll, die seit dem 1. Juni existiert.

Mehr zu der EU-Behörde OLAF im Video!