Mit acht Millionen gegen Corona: Bayrisches Start-Up will es mit Impfstoff-Giganten aufnehmen

Ein bayrisches Unternehmen macht den Impfstoff-Giganten Konkurrenz. Mit nur acht Millionen Euro will Eisbach Bio in den Wettbewerb um die Corona-Bekämpfung machen.

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Das Start-Up Eisbach Bio in Martinsried bei München erhält acht Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium. Mit dieser vergleichsweise winzigen Summe sagen sie Corona den Kampf an.

Zur Krebsbekämpfung entwickelt

2019 gründen Mehrfachgründer Adrian Schomburg und Biochemiker Andreas Ladurner das Unternehmen, das eigentlich zur Herstellung von Krebsmedikamenten gedacht ist.

Als in ebendiesem Jahr die Corona-Pandemie ausbricht, sehen sie ihre Chance: Ein Protein, auf das ihr Krebsmedikament abzielt, ähneln besonderen Gensequenzen des Virus.

Gegen Corona mit 8 Millionen

Daraufhin stellen sie Personal ein und starten in den Kampf gegen Corona. Acht Millionen Euro sind im Vergleich zu den großen Impfstoffherstellern reichlich wenig.

Doch den Gründern zufolge deckt dieses Geld 80 Prozent der Entwicklungskosten. Da die Firma nur um die zwölf Angestellte hat, halten sich die Mitarbeiterkosten auch in Grenzen.

Die Krankheit soll zum bloßen Schnupfen werden

Bei dem Medikament handelt es sich nicht um einen Impfstoff, sondern um einen Wirkstoff, mit dem Menschen behandelt werden sollen, die bereits am Coronavirus erkrankt sind.

Das Ziel des Start-Ups ist ein kostengünstiges Medikament, dass jede an erkrankte Person zugänglich ist. Darüber berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die gleiche Quelle berichtet, dass das günstigste Corona-Medikament, von denen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher erst zwei empfiehlt, immer noch über 500 Euro kostet.

Bis Ende 2022 will Eisbach Bio mit der Produktion beginnen. Die Testphase an Tieren ist bereits überwunden, jetzt soll das Medikament vorerst an gesunden Menschen getestet werden, um es auf Nebenwirkungen zu testen.

Wenn Mutationen Impfstoffe wirklos machen

Doch auch für die Möglichkeit, dass Mutationen des Coronavirus in der Zukunft die Wirkung der existierenden Impfstoffe einmal blockieren, haben sie auch noch ein Ass im Ärmel.

Laut Schomburg befinden sich zwei weitere Wirkstoffvarianten in Planung, die zum Beispiel für Ungeimpfte, die an Corona erkranken, besonders nützlich werden könnten. Zur Verteilung in der Welt erklärt Schomberg entschlossen:

Am liebsten wäre mir, man könnte unser Medikament dort über Gegenden ohne medizinische Versorgung abwerfen, um Menschen zu erreichen, die in keiner Statistik auftauchen.

Schon in der jüngeren Vergangenheit haben verschiedene Unternehmen begonnen, Medikamente gegen eine Corona-Erkrankung herzustellen, wie zum Beispiel der Pharmakonzern Pfizer. Vor wenigen Monaten schien die Einnahme eines Asthma-Medikaments eine gute Lösung für viele Ärztinnen und Ärzte.

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