Neues Wundermittel gegen Corona: Forscher setzen auf Asthma-Medikament

Die Oxford Universität veröffentlicht eine aktuelle Corona-Studie, die bei Einnahme des Asthma-Medikaments Budesonid eine Linderung der Krankheitsverläufe beschreibt.

Experten und Expertinnen beurteilen die Ergebnisse der Studie, die im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wird, als vielversprechend. Im besten Fall könnte sich die Einnahme des Medikaments auf die angespannte Krankenhaussituation auswirken.

Erstaunliche Ergebnisse

Essenz der Studie ist das antientzündlich wirkende Medikament Budesonid. Für Patienten, die Budesonid im frühen Stadium ihrer Covid-Erkrankung inhalierten, sinkt das Risiko für einen Krankenhausaufenthalt stark.

Außerdem gehe auch die Genesung dieser Patienten schneller vonstatten. Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist begeistert von der Studie und bezeichnet die Ergebnisse auf Twitter sogar als "Game Changer":

Die Ergebnisse machen klinisch Sinn, weil die antientzündliche Wirkung in der Lunge den Verfall der Lungenfunktion verhindern kann.

Der Bundestagsabgeordnete ist in der Coronakrise gewillt, auch Dinge zu tun, die der Bevölkerung nicht unbedingt gefallen. So rät er beispielsweise im März dringend zu einem weiteren Lockdown.

Fast nur Positives

Was besonders auffällt, ist das der Einsatz des Medikaments einige andere positive Effekte mit sich bringt. Diese zeigt der Infektiologe Clemens Wendtner auf:

Mit dieser simplen, nebenwirkungsarmen und auch noch kosteneffektiven Behandlung könnte nicht nur vielen ambulanten Patienten mit milder Covid-Erkrankung in der Frühphase medizinisch geholfen werden.

Wo die Auswirkungen am stärksten zu spüren sein könnten, sind die Krankenhäuser. Die Stationen, die aufgrund von Bettenknappheit momentan besonders ausgelastet sind, könnten sich dadurch wieder etwas erholen.

Das Problem mit der Studie

Der Haken ist, dass nur eine ziemlich kleine Probandengruppe getestet worden ist, so dass die Wissenschaft dem Medikament noch keine allgemeine Wirkung in Bezug auf Covid-19 zugestehen kann.

Eine zufällige Erkrankung an nur einer Testperson mehr oder weniger würde ein völlig anderes Ergebnis der Studie nach sich ziehen. Die Aussagekraft ist hier also relativ schwach.

Außerdem sind schwere Verläufe in einer so kleinen Gruppe ohnehin sehr unwahrscheinlich. Die Kontrollgruppe hat zudem kein Placebo bekommen, was für gewöhnlich ein wichtiger Teil von ernstzunehmenden Studien ist.

Dennoch gibt die Studie Hoffnung

Trotz des unzureichenden Rahmens der britischen Studie, gehen Expertinnen und Experten von einer reellen Wirksamkeit aus. Die Autoren der Studie erläutern eine wichtige Erkenntnis:

Laborversuche zeigen, dass cortisonhaltige Asthmasprays die Vermehrung von SARS-CoV-2 in den Schleimhäuten der Atemwege hemmen können. Budesonid könnte also bei der frühen Behandlung eine Rolle spielen.

Um dies zu belegen und den Einsatz tatsächlich gewährleisten zu können, müssen allerdings noch umfassendere Studien durchgeführt werden.

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