2 Millionen Katzen sollen in Australien mit elendiger Methode getötet werden

2 Millionen Katzen sollen in Australien mit elendiger Methode getötet werden

Die australische Regierung bereitet sich darauf vor, ein großes Projekt zu starten, das dem Schutz der Artenvielfalt auf dem Kontinent dienen soll. Doch ihre Methode und Vorhaben ist zutiefst schockierend...

In Australien sollte man lieber keine Katze sein. Fast zwei Jahre nachdem das Land den als Überhand nehmenden Tierarten den Kampf angesagt hat, um seine einzigartige Artenvielfalt zu schützen, soll es nun kurz davor stehen, eine noch nie gesehene Offensive gegen streunende Katzen zu starten. Laut mehreren angelsächsischen Medien, darunter The Independent oder die New York Times hat die australische Regierung in den letzten Jahren eine große Aktion beschlossen, bei der bis 2020 zwei Millionen Katzen getötet werden sollen.

Plan liegt bereits auf dem Tisch 

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Dazu hat die australische Exekutive bereits einen Plan ausgearbeitet: Tausende vergiftete Würstchen sollen in den ländlichen Gebieten ausgeworfen werden, um die Katzen umzubringen. Sie bestehen aus Kängurufleisch, Hühnerfett und Gewürzen, enthalten aber auch ein Gift, das 1080 heißt und gegen das die Katzen nicht gefeit sind. "Sie müssen gut schmecken. Schließlich sind sie die letzte Mahlzeit der Katze", witzelte Dr. Dave Algar, der an ihrer Ausarbeitung mitgewirkt hat. Die Würstchen werden die Katzen fünfzehn Minuten, nachdem sie von ihnen gefressen wurden, töten.

Massentötung notwendig? 

Aber warum wird eine solche Maßnahme ergriffen? Um die Artenvielfalt zu retten und andere Tierarten vor dem Aussterben zu retten, die für die Fruchtbarkeit der Böden unerlässlich sind, wie zum Beispiel Vögel oder Eidechsen. Laut den Daten der Regierung töten streunende Katzen Jahr für Jahr 377 Millionen Vögel und 649 Millionen Reptilien.

Trotz ihrer ökologischen Dringlichkeit gefällt diese Maßnahme den Tierschutzorganisationen überhaupt nicht. Bei einem Interview mit der Daily Mail bedauert Wayne Hsiung, Führungskraft beim amerikanischen Verein Direct Action Everywhere, dass "keinerlei nennenswerte Bemühungen vorgenommen wurden, um die Auswirkungen dieser Katzen auf die Umwelt durch gewaltfreie Maßnahmen" oder "durch härtere Sanktionen gegen Besitzer, die ihre Katzen aussetzen" zu reduzieren.

• Maximilian Vogel
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