Spenderorgane sollen demnächst mit dieser Methode in Schweinen gezüchtet werden

Spenderorgane sollen demnächst mit dieser Methode in Schweinen gezüchtet werden

Professor Hiromitsu Nakauchi setzt große Hoffnungen in das Schwein als Organspender, doch das in einem etwas abstrakteren Sinn. Denn Schweine würden dazu dienen, dass ein bestimmtes künstlich hergestelltes Organ in ihnen gezüchtet wird. Damit könnte ein großes ethisches Problem gelöst und viele Leben gerettet werden.

Die Wissenschaft hört nicht auf, uns zu überraschen. Professor Nakauchi sagt, er wolle die Bauchspeicheldrüse mit induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS-Zellen) züchten. Wir erklären, worum es sich dabei handelt. 

Was sind induzierte pluripotente Stammzellen? 

Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) werden aus Körperzellen in einem Labor hergestellt (sie bilden die überwiegende Mehrheit der Zellen eines Individuums). Aber was ist die Besonderheit dieser Zellen? Sie können jede Zelle des menschlichen Körpers ersetzen. Im Gegensatz zu menschlichen embryonalen Stammzellen werden iPS im Labor hergestellt. Sie lösen daher ethische Fragen, die bei Stammzellen menschlichen Ursprungs aufgeworfen werden.  

In Schweinen gezüchtet

Hiromitsu Nakauchi, Professor an der Stanford University und der Tokyo University, ist ein Stammzellen-Spezialist. Er hofft, sein Projekt starten zu können, sobald die japanische Regierung und Universitäten sein Projekt validiert haben. Bei diesem Projekt geht es darum, menschliche Organe in einer Sau wachsen zu lassen. Er hofft, diese geschaffenen Organe innerhalb des nächsten Jahrzehnts bei der Behandlung von Krankheiten wie Diabetes einsetzen zu können. 

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Diese Entscheidung des Forschungsteams ist kein Zufall. Sie wird eingereicht, kurz nachdem die japanische Regierung ihre Gesetze über die genetische Veränderung von Tieren mit menschlichen Zellen geändert hat. Während Patienten jahrelang auf Wartelisten für Spenderorgane stehen, könnte dieses Experiment, wenn es erfolgreich ist, das Leben vieler Menschen retten. 

Aber wie werden die Wissenschaftler vorgehen?

Das Team von Professor Nakauchi wird menschliche iPS, die sich in jeder Zellform entwickeln können, in einen gentechnisch veränderten Embryo einer Sau injizieren, sodass er keine Bauchspeicheldrüse entwickeln kann. Der Embryo wird dann in die Gebärmutter einer Sau eingesetzt, die als Leihmutter fungiert. Der Fötus wird vor der Geburt entfernt, um die Menge an Pankreasgewebe aus dem iPS zu untersuchen und seine Lebensfähigkeit zu überprüfen.  

Maximilian Vogel
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