George Floyd-Prozess: Anwalt von verurteiltem Polizisten fordert neues Verfahren
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George Floyd-Prozess: Anwalt von verurteiltem Polizisten fordert neues Verfahren

Amerika ist erleichtert, weil das Gericht den Polizisten Derek Chauvin im Prozess um George Floyd schuldig gesprochen hat. Doch nun könnte das Verfahren wieder aufgenommen werden.

Erst vor einigen Wochen wird Derek Chauvin für seine Tat gegen den Afroamerikaner George Floyd schuldig gesprochen. Nun fordert sein Anwalt eine Neuauflage des Prozesses.

Chauvin ist schuldig

Der US-amerikanische Polizist Derek Chauvin kniet im vergangenen Jahr neun Minuten lang auf dem Hals des Afroamerikaners George Floyd und beendet damit sein Leben.

Schon vor einigen Monaten kommt Floyds Mörder auf Kaution frei, was für viele Menschen unsinnig und ungerecht erscheint. Daraufhin widerfährt ihm zumindest eine Art Gerechtigkeit.

Ende April 2021 verurteilt das Gericht in Minneapolis, Minnesota den Polizisten in allen drei Anklagepunkten: Mord zweiten Grades, Mord dritten Grades und Totschlag zweiten Grades.

Am 16. Juni soll das Ausmaß seiner Strafe verkündet werden. Doch ob es dazu überhaupt kommt, ist fragwürdig, denn sein Anwalt ist mit dem Urteil nicht einverstanden.

Die Verteidigung will neuen Prozess

Der Anwalt Eric Nelson, der Chauvin im Prozess vertreten hat, beantragt eine Neuauflage des Verfahrens. Er beschuldigt das Gericht und die Staatsanwaltschaft rechtlichen Fehlverhaltens.

Nelson zufolge habe das Gericht einige rechtliche Fehler begangen, weswegen Chauvin von seinen Rechten als US-amerikanischer Staatsbürger keinen Gebrauch machen konnte.

Schon während des Prozesses lehnt der zuständige Richter Peter Cahill Anträge auf ein sofortiges Ende des Verfahrens wegen angeblicher rechtlicher Fehler ab.

Für den neuesten Antrag findet der Anwalt weitere Gründe: So habe Richter Cahill unter anderem eine Verlegung des Prozesses an einen anderen Ort unterbunden.

Außerdem habe er keine komplette Abschottung der Geschworenen von der Außenwelt während des Verfahrens angeordnet. Auch die Staatsanwaltschaft soll Verfahrensfehler begangen haben.


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