Er rast mit einem geklauten Taxi durch die Stadt. Jetzt spricht der Richter ein umstrittenes Urteil
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Todes-Raser von Hamburg: Urteil des Gerichts sorgt für Diskussionen

Ricardas D. klaut im Mai 2017 ein Taxi und rast damit durch die Hamburger Innenstadt. Die Irrfahrt endet für einen jungen Mann tödlich. Nun ist dem Täter der Prozess gemacht worden. Mit dem Urteil hat niemand gerechnet.

Mit seinem geklauten Fahrzeug rast der 25-Jährige durch die City. Das Tacho zeigt teils mehr als 160 Kilometer pro Stunde an. Eine Streife wird auf den jungen Mann aus Litauen aufmerksam. Die Verfolgung beginnt. Kurze Zeit später kracht D. in ein anderes Taxi. Darin sitzen zwei junge Barkeeper. John B. (22) stirbt, Philipp Z. (24) wird lebensgefährlich verletzt.

Lebenslange Haft wegen Mordes

Jetzt hat das Hamburger Landgericht Ricardas D. wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Angeklagte entschuldigte sich vor Gericht für sein Verhalten: „Es tut mir sehr leid, dass so viele Menschen gelitten haben und ein Mensch zu Tode gekommen ist. Ich bete jeden Tag für die Seele dieser Menschen.“ Doch der vorsitzende Richter begründet seine Entscheidung damit, dass Ricardas D. den Tod anderer billigend in Kauf genommen habe, wie jemand, der auf der Flucht ist und wild um sich schießt.

In einem ähnlichen Prozess in Hannover hatte das Gericht mit einem besonders milden Urteil Aufsehen erregt. Die Zeit der milden Urteile scheint vorbei. Erst vor wenigen Tagen hatte ein anderer Richterspruch für Aufsehen gesorgt. Dabei ging es um einen wiederholt straffällig gewordenen Tunesier.


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