"Wie einen Gefangenen": Djokovics Mutter äußert sich zur "unmenschlichen" Situation ihres Sohnes

Tennisstar Novak Djokovic sitzt in einem Hotel in Melbourne fest und teilt das Gebäude mit Flüchtlingen. Das passt dem Multi-Millionär anscheinend gar nicht. In seinem Namen bildet sich lautstarker Protest - auch seine Mutter äußert sich.

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Da sein Impfstatus bei seiner Einreise nach Australien ungeklärt ist, wird der serbische Sportler am Flughafen in Melbourne festgehalten und schließlich von Polizeischutz in das Park Hotel gebracht, wie dailymail.co.uk berichtet.

Essen mit Maden

In dem gleichen Hotel halten sich Flüchtlinge auf, deren Asylantrag entweder abgelehnt ist oder die sich in einer Art bürokratischer Limbo befinden. Diese Menschen, deren Schicksal völlig unbekannt ist, hatten sich darüber beschwert, verschimmeltes Essen mit lebenden Maden vorgesetzt zu bekommen.

Dafür haben sie bisher null mediale Aufmerksamkeit bekommen. Erst musste ein Multi-Millionär in die gleiche Unterkunft gesteckt werden, um bekannt werden zu lassen, wie menschenunwürdig das Hotel ist. Serbische Fans protestieren vor dem Hotel dagegen, dass Djokovic wie ein Gefangener behandelt würde - auch Djokovics Frau hat sich mittlerweile geäußert.

Politische Hexenjagd auf einen Multi-Millionär?

Der serbische Präsident spricht sogar von einer "politischen Hexenjagd" - bei einer Person, deren Status am Montag geklärt werden wird und die dann zurück in ihr gewohntes 5-Sterne-Luxushotel-Umfeld kehren kann. Noch ist übrigens ungewiss, ob Djokovic in Australien bleiben darf oder nicht!

Mindestens genauso empört und in Sorge um ihren Sohn ist dessen Mutter Dijana, die gegenüber dailymail sagt:

Sie halten ihn wie einen Gefangenen, das ist einfach nicht fair, das ist unmenschlich. Ich hoffe, dass er stark bleibt, denn wir versuchen auch, ihm etwas Energie zu geben, damit er weitermachen kann. Ich hoffe, er wird gewinnen.

Djokovics Vater Srdjan geht sogar noch einen Schritt weiter und vergleicht seinen Sohn mit Jesus. Mehr dazu im Video.

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