"Vorbild am US-Profisport": Oliver Kahn für Obergrenze der Spielergehälter

Seit Juli ist Oliver Kahn der Vorstandsvorsitzende beim FC Bayern München. Nun möchte er die Bundesliga aufmischen.

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Schon seit längerem wird darüber diskutiert, ob es aufgrund der astronomischen Spielergehälter eine Gehaltsobergrenze in der Bundesliga geben sollte. Nun setzt sich auch der 52-jährige Oliver Kahn dafür ein.

"Es muss ein Salary Cap her!"

Im Rahmen eines Interviews mit der WELT am SONNTAG-Interview fordert der Bayern-Chef:

Es muss eine Salary Cap geben, eine Gehaltsobergrenze. Es werden mehrere Modelle diskutiert, einige Ansätze könnte man aus dem System im US-Profisport übernehmen.

Denkbar wäre auch eine "Hard Cap", also eine harte Obergrenze. Der ehemalige Mittelfeldspieler führt hierzu aus:

Es könnte zum Beispiel eine feste Summe als Gehaltsgrenze für den gesamten Kader eines Klubs geben.

US-Profiligen zum Vorbild nehmen

Alternativ schlägt Kahn auch eine "Soft Cap" vor. Demnach müssten die Ausgaben an die Einnahmen oder auch die Umsätze des jeweiligen Klubs gekoppelt sein. Nur ein festgelegter Prozentsatz dürfte dann für die Gehälter verwendet werden. Kahn lobt die Bemühungen innerhalb der European Club Association, entsprechende Obergrenzen einzuführen. Zum Vorbild könnten hier amerikanische Profiligen wie die NFL dienen.

Während seiner aktiven Zeit gehörte Oliver Kahn zu den absoluten Großverdienern unter den Profifußballspielern. In seinen letzten Jahren verdiente er beim FC Bayern München diversen Quellen nach bis zu 5 Millionen Euro pro Jahr. Neben diesem gigantischem Jahresgehalt bezog er auch Prämien von den absolvierten Spielen mit der Nationalmannschaft. Gemeinsam mit dem beachtlichen Grundgehalt und seinen vielzähligen Werbekampagnen kam er da auf eine ganz schön prächtige Summe. Sein geschätztes Vermögen beträgt heute etwa 35 Millionen Euro.