Sebastian Vettel: Aston Martin geht gegen Disqualifikation an

Vor wenigen Tagen wurde Sebastian Vettel beim Grand Prix von Ungarn disqualifiziert. Jetzt geht sein Team offiziell dagegen vor.

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Zittern und Bangen bei Sebastian Vettel: Beim Großen Preis von Ungarn wird der Rennfahrer Zweiter, muss aber anschließend das Siegertreppchen freimachen.

Disqualifikation

Der Grund: Der 34-Jährige wurde disqualifiziert, denn er hat zu wenig Benzin im Tank gehabt. Was für Laien absurd klingt, hat im Rennsport aber durchaus seine Berechtigung, denn nach dem Rennen wird das Benzin getestet - quasi auf Doping fürs Auto.

Nach Angaben des Technischen Delegierten befinden sich nach besagtem Rennen nur 0,3 Liter Treibstoff im Tank von Vettels Wagen, laut Vorschrift muss mindestens ein Liter darin sein, um die Tests durchzuführen.

Einspruch gegen Entscheidung

Daraus resultiert dann die Disqualifikation und Vettel durchlebt eine wahre Achterbahn der Gefühle. Gegen die Entscheidung, ihn zu disqualifizieren, legt Vettels Team Aston Martin aber Einspruch ein, wie der britische Rennstall am Donnerstagabend verkündet.

Schon direkt nach dem Rennen am Sonntag hätten sie eine Absichtserklärung abgegeben, heißt es in dem Statement, wodurch sie sich 96 Stunden Zeit verschafft haben.

Eigene Berechnungen

In der Pressemitteilung bezieht Vettels Team übrigens auch Stellung dazu, wie viel Liter denn nun im Tank gewesen sind. Nach eigenen Angaben sollen sich nach dem Rennen noch 1,73 Liter im Tank befunden haben, was deutlich über der 1-Liter-Grenze liegt und wodurch die Disqualifikation unwirksam wäre.

Außerdem gebe es inzwischen neue Hinweise, die aber kurz nach dem Rennen, nachdem Vettel seinen zweiten Platz wieder abgeben musste, noch gar nicht vorgelegen hätten. Ein wahrer Formel-1-Krimi!