Schiri Zwayer: Erstmals spricht er offen über Morddrohungen und die Sorge seiner Frau

Nach der BVB-Niederlage im Bundesliga-Gipfel gegen Bayern München hagelt es Kritik für Schiri Zwayer. Doch nicht nur das. Nun berichtet er von den Morddrohungen und familiären Sorgen, die auf das Spiel folgten.

Beim Bundesliga-Gipfel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München Anfang Dezember sorgen die Entscheidungen von Schiri Felix Zwayer für heftige Kritik.

Doch nicht nur das: Der 40-Jährige wird auch persönlich angefeindet und bekommt sogar Morddrohungen. Jetzt spricht er offen über die erschütternde Erfahrung.

"Das ist eine Situation, die nur ganz schwer auszuhalten ist"

In der Sky-Sendung Meine Geschichte schildert der Schiri, wie angespannt die Lage nach dem Spiel bei ihm war:

Auf meinem dienstlichen E-Mail-Account sind zahlreiche Nachrichten eingegangen, die unglaublich sind und mit denen auch sehr schwer umzugehen ist.

Und als wäre das noch nicht genug, kontaktiert ihn auch noch die Berliner Polizei und erklärt, dass im Internet Morddrohungen gegen ihn kursieren:

Das sind Dinge, die ich meiner Frau nicht verheimlichen konnte, insbesondere weil sie mir unheimlich nahe gegangen sind.

Kein Wunder, dass sowohl Zwayer als auch seine Frau in dieser Zeit mit den Nerven am Ende sind. Der Schiri berichtet, wie seine Frau krank vor Sorge wurde:

Wenn man sich dann von der Frau verabschieden will und sieht, wie sie in Tränen ausbricht, nicht weil sie mich vermisst, wenn ich weg bin, sondern weil sie sich sorgt um mich und vielleicht auch darum, was zuhause passiert.
Das ist eine Situation, die nur ganz schwer auszuhalten ist, um ehrlich zu sein.

Inakzeptables Verhalten ohne Sportgeist

Vor allem BVB-Jungstar Jude Bellingham hatte Zwayer nach der 2:3-Niederlage von Dortmund verbal heftig angegriffen und ihm vorgeworfen, bestechlich zu sein.

In Folge des Interviews stellt Sky-Moderator Riccardo Basile auf Instagram noch einmal klar, dass ein Verhalten, wie es gegenüber Zwayer an den Tag gelegt wurde, nicht zu verantworten sei:

Wir müssen dringend in unserer Gesellschaft darauf achten, Menschlichkeit zu zeigen. Es verschiebt sich momentan einiges. In Bezug auf Felix Zwayer wurden klar Grenzen überschritten.
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