Kurz vor knapp begnadigt Trump 143 Personen - auch sich selbst?
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Kurz vor knapp begnadigt Trump 143 Personen - auch sich selbst?

Von Lea Pfennig

Um ein Uhr nachts rollt eine Trump‘sche Gnadenwelle über die USA und zahlreiche Kriminelle können endlich wieder aufatmen. Doch natürlich tut Donald Trump nichts, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Hat er sich selbst ebenfalls vorzeitig begnadigt?

Es ist eine seiner letzten Amtshandlungen und diese kommt alles andere als uneigennützig daher. 143 Gnadenakte spricht Donald Trump elf Stunden vor Ende seiner Amtszeit aus. Unter den Glücklichen: Einflussreiche Personen, Promis, Freunde, Nachbarn und sein ehemaliger Chefberater Steve Bannon.

Vetternwirtschaft und clevere Voraussicht

Bereits Anfang Dezember hatte Donald Trump von seinem Recht, Begnadigungen auszusprechen Gebrauch gemacht. Dabei hatten bereits seine engen Mitarbeiter Paul Manafort und Roger Stone Glück, die durch Trumps Begnadigung einer langen Haftstrafe entgangen sind.

Doch auch Charles Kushner, Vater von Jared Kushner und Schwiegervater von Trump-Töchterchen Ivanka, findet Gnade. Wie viele andere Präsidenten nutzt Donald Trump jedoch die letzten Amtsstunden, um noch weitere Begnadigungen auszusprechen. Doch wie kein Präsident vor ihm, nutzt Donald Trump dieses Recht zu seinen eigenen Gunsten.

Ohne gute Argumente, keine Begnadigung

Denn die Begnadigten haben alle etwas Gemeinsam: Sie alle sind hohe Tiere, einflussreiche Persönlichkeiten, wohlhabende Freunde ... Alles Menschen, von denen sich Donald Trump später Gegenleistungen erhoffen kann.

Und die könnte Donald Trump angesichts der zahlreichen Verfahren, die er ab Amtsende als normaler Bürger im Nacken hat, gut gebrauchen. Denn seine Immunität endet mit seiner Amtszeit.

Gnadenverfahren ohne bürokratischen Schnickschnack

Wie es in der New York Times heißt, soll Donald Trump seine Macht schamlos ausgenutzt haben. Einen nach dem anderen ließ er die Bittsteller, die auf Gnade hofften, im Oval Office antanzen und angeblich habe Trumps Anwalt Rudy Giuliani angeboten, für zwei Millionen Dollar Begnadigungen zu vermitteln.

Eine Studie macht in jedem Falle deutlich, dass 90 Prozent von Trumps Gnadenurteile zuvor nicht die regulären Verfahren durchlaufen haben, sondern durch persönliche und politische Beziehungen von Donald Trump zustande kamen.

Für sich selbst kein Freifahrtsschein?

Neben Steve Bannon finden auch Rapper Lil Wayne, der ehemalige Bürgermeister von Detroit, Kwame Kilpatrick, Donald Trumps Nachbar Salomon Melgen, der als Augenarzt Krankenkassenbetrug begangen hat und der konservative Aktivist, Paul Erickson, Gnade.

Wer auf der offiziellen Liste fehlt, ist Donald Trump selbst und seine Familie. Doch viele hatten ihm von einer prophylaktischen Begnadigung abgeraten, da dies auf Vertuschung hindeuten könnte. Allerdings muss Donald Trump seine Begnadigungen nicht bekannt geben! Es könnte also sein, dass er sich zwar begnadigt hat, dies jedoch erst zu einem späteren und passenden Zeitpunkt bekannt geben wird.


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