"Gongbang": Ein Trend, der bei Studenten während der Pandemie besonders beliebt ist

"Gongbang" nennt sich der neueste Trend unter Studenten. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff? Diese neue Modeerscheinung ähnelt dem ASMR und ist zur Pandemiezeit gerade unglaublich beliebt.

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Kennt ihr den "Gongbang"? Wenn nicht, dann wird euch der Trend sicherlich überraschen, der zurzeit bei Studenten unglaublich beliebt ist. Vor allem während Distance Learning oder Fernunterricht, das während der Corona-Pandemie bei Universitäten vorherrschend ist.

Was ist "Gongbang"?

Wörtlich handelt es sich bei dem Begriff "Gongbang" um die Verschmelzung eines koreanischen Ausdrucks, nämlich von "gongbu bangsong", was soviel bedeutet wie "Studiensendung".

Nach diesem ersten Erklärungsversuch, versteht man noch nicht genau, was man sich darunter vorstellen soll. Doch ihr werdet schnell verstehen, worum es sich hier konkret handelt.

Denn das Prinzip des "Gongbang" ist denkbar einfach: Studenten filmen sich selbst, wie sie allein hinter ihrem Schreibtisch sitzen, sich in ihre Bücher vertiefen oder über ihrem Computer arbeiten.

Sie filmen sich beim Lernen in einer stets sehr eifrig beflissenen Atmosphäre. Jetzt werdet ihr wahrscheinlich besser verstehen, wieso dieses Phänomen in unserer Zeit der Pandemie und des Homeoffice nur zu verständlich ist.

Da gemeinsames Lernen zurzeit nicht möglich ist, schalten Studenten sich andere Studenten als Video ein. Brooke Cagle@Unsplash

Ein großer Erfolg

Aber wie kann man diesen Trend mit ASMR oder Mukbang vergleichen? Ganz einfach deshalb, weil der sich filmende Student nicht mit den Internetnutzern kommuniziert und dabei lediglich Geräusche zu hören sind.

Die seiner "Gedanken", seines Taschenrechners, die der geblätterten Seiten, das Tippen auf der Tastatur und vielleicht eine sehr sanfte Hintergrundmusik. Auf manchen "Gangbang"-YouTube-Kanälen zeigen Nutzer ihr Gesicht, andere setzen es eher lieber unscharf, um eine gewisse Anonymität zu waren.

"Gongbang"-Videos

"Gongbang"-Videos verzeichnen zur Zeit auf Youtube und anderen Plattformen riesige Erfolge und werden mehrere Millionen Mal hochgeladen. Der Kanal "TheStrives Studies", der von einer amerikanischen Studentin ins Leben gerufen worden ist, zählt bereits mehr als 320.000 Abonnenten.

Ein anderer Kanal, der "The Man Sitting Next To Me" getauft worden ist, kommt immerhin schon auf etwa 53.000 Follower. Viele Internetnutzer scheinen also von dieser beruhigenden Lernatmosphäre unter Kameraden sehr angetan zu sein.

Verschiedene von ihnen haben sich auch zu Kommentaren hinreißen lassen, die die Wirkkraft von "Gongbang" unter Beweis stellen können. Wir möchten euch davon ein paar Kostproben geben:

Die schlichte Tatsache zu wissen, dass jemand anderes zusammen mit mir arbeitet, hat mir geholfen, diese beiden Lernstunden besser zu ertragen.

Seid ihr bereit zum Sprung in die Welt des "Gongbang"? Vielleicht überzeugt euch ja der Kommentar eines 30-jährigen indischen Arztes, der von der spanischen Zeitschrift La Razón zitiert wird, und schreibt:

Ich fühle mich geistig stärker, wenn ich mir diese Videos ansehe.