So viele Männer wollen ihre Männlichkeit eigentlich nicht mehr zur Schau stellen
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So viele Männer wollen ihre Männlichkeit eigentlich nicht mehr zur Schau stellen

Eine aktuelle Studie beschäftigt sich mit Männern und ihrer Männlichkeit und kommt zu einem interessanten Schluss, wie Männer eigentlich dazu stehen, ihre Männlichkeit zur Schau zu stellen.

Haben die Herren der Schöpfung nach der Weinstein-Affäre und der #METOO-Bewegung ihre Einstellung zur Männlichkeit geändert? Das hat OpinionWay laut dem französischen Magazin Grazia versucht, für die Werbeagentur M&C Saatchi Gad herauszufinden.

Männlichkeit verliert an Bedeutung

Auf die Frage "Finden Sie, dass die Männer in unserer heutigen Gesellschaft ihre Männlichkeit weniger zum Ausdruck bringen sollten?" antworten 55 Prozent der Befragten mit Nein und 46 Prozent mit Ja. Zahlen, die ganz klar einen Wandel der männlichen Mentalität widerspiegeln, denn immerhin fühlt sich fast die Hälfte nicht mehr zur Männlichkeit verpflichtet.

"Die Männer versuchen, sich nach all den Jahren der Vorherrschaft neu zu positionieren" und das zeigt sich auch in "der Tatsache, dass sie weniger forsch ihre Männlichkeit zur Schau stellen", erklärt der Soziologe Ronan Chastellier gegenüber dem französischen Frauenmagazin.

Franz Roos / PixabayDie Männlichkeit zeichnet sich nicht mehr nur durch Muskeln und Stärke aus. Männer positionieren sich neu.

Unausgeglichene Aufgabenverteilung im Haushalt

Auf die Frage nach den Aufgaben im Haushalt geben 60 Prozent der Männer an, genauso viel zu machen wie die Frauen. Eine aktuelle Umfrage des französischen Meinungs- und Marktforschungsinstituts (IFOP) für ConsoLab zeigt jedoch, dass die Aufgaben im Haushalt alles andere als ausgeglichen verteilt sind. Von 5.026 befragten Frauen geben Dreiviertel an, im Haushalt mehr zu machen als ihr Partner.

Grazia fügt hinzu, dass laut der Umfrage von OpinionWay 64 Prozent der Männer glauben, genauso viel in die Organisation ihres Alltags zu investieren wie ihre Partnerin und 59 Prozent sind dieser Meinung auch in Bezug auf die Aufgaben im Haushalt.

Ihr Aussehen wird den Männern immer wichtiger

Die Themen Mode und Schönheit sind nicht nur für Frauen von Interesse. Immerhin geben 61 Prozent der Befragten an, dass Kleidung für beide Geschlechter gleich wichtig ist.

Auch in Sachen Schönheit scheint sich das Mindset der Menschen in eine ähnliche Richtung zu entwickeln: 42 Prozent der Befragten geben an, dass dieser Bereich Männer und Frauen in Zukunft gleichermaßen betreffen wird. Der Soziologe schließt mit folgender Beobachtung ab:

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Die Zeit, in der sich Männlichkeit durch 'nicht-weiblich' definierte ist vorbei. Heute verlaufen die Grenzen mit Männern, die sich für Kosmetik interessieren und auf ihre Pflege achten, viel fließender.
10'000 Hours / Getty ImagesSie achten auf ihr Aussehen und verbringen viel mehr Zeit vor dem Spiegel als Frauen meist wissen.

Zudem ist es nicht ein muskulöser Oberkörper oder trainierte Arme, die Frauen auf lange Sicht attraktiv finden. Es sind oft kleine Details, die den Unterschied ausmachen, ob ein Mann anziehend wirkt, und das wissen sie mittlerweile auch.

Maximilian Vogel
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