Giftige Schlange versteckt sich in Asthma-Inhalator eines Teenagers

Tiere machen ab und zu merkwürdige Dinge. Und verstecken sich dort, wo man sie am allerwenigsten vermutet und braucht. In Australien kann ein Mädchen ihren Augen nicht trauen, als sie ihren Asthma-Inhalator benutzen will.

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Im Alltag stößt man manchmal überraschend auf merkwürdige oder auch nur völlig unerwartete Tiere. In tropischen Gegenden können die dann größer und bedrohlicher sein als in Mitteleuropa - und manchmal machen es sich Schlangen ganz plötzlich auf der Toilette bequem...

Eine Giftschlange versteckt sich in Asthma-Inhalator

In der australischen Stadt mit Namen Bli Bli bringt eine Jugendliche die frischgewaschene Wäsche von draußen ins Haus, legt sie ab und siehe da: Eine schwarze Schlange mit rotem Bauch, genauer eine rotbäuchige Schwarzotter, ringelt sich aus der Wäsche heraus und verschwindet.

Das Mädchen ist sich zunächst nicht sicher, wo das Reptil abgeblieben ist. Dann plötzlich findet sie es im engen Aufsatz ihres Asthma-Inhalators eingerollt wieder.

Zum Glück versucht der Teenie nicht, die Sache auf eigene Faust zu regeln, sondern ruft einen darauf spezialisierten Sonderdienst an, die Sunshine Coast Snake Catchers, genauer gesagt einen Schlangenfangdienst.

Zum Glück sind die Schlangenfänger zur Stelle und befreien die Schlange aus dem Inhalator. Godwin Angeline Benjo@Unsplash

Die Schlangenfänger bringen die Lösung

Die Einsatzkräfte des Schlangenfangdienstes, die zu dem Einsatz auch auf Facebook berichten, treffen schnell ein und wundern sich über den ausgefallenen Ort, den sich das Reptil hier als Versteck ausgesucht hat. Der am Einsatz beteiligte Stuart McKenzie sagt hierzu gegenüber 9News:

Es handelt sich um eines der ungewöhnlichsten Verstecke, an dem wir Schlangen gefunden haben. […] Sie erkunden nur ihr Umfeld und suchen in dieser Jahreszeit Essbares, bevor es wieder kalt wird.

Die neugierige Schlange ist dann eingefangen und wieder in Freiheit entlassen worden. Und das Mädchen hat zum Glück ihren Asthma-Inhalator zu dieser Zeit nicht benötigt...

Eine giftige, aber für Menschen nicht tödliche Schlangenart

Dieses noch babyhafte Jungtier einer rotbäuchigen Schwarzotter erweist sich als sehr neugierig und erfinderisch. Der Fangdienst hat schon einige verschiedene Orte ausfindig gemacht, um Schlangen zu entfernen und wieder in die Wildnis auszulassen.

Die im Osten Australiens heimische rotbäuchige Schwarzotter lebt eigentlich hauptsächlich in Wäldern und Sümpfen, kann aber auch wie hier in Wohngebieten auftauchen. Wird ein Mensch von einer solchen Schlange gebissen, kann mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Erbrechen und Durchfall gerechnet werden.

Niemand ist anscheinend bislang durch den Biss einer dieser bis zu zwei Meter langen rotbäuchigen Schwarzottern zu Tode gekommen, sie ernähren sich gemeinhin von Fröschen, Kleinsäugern und Fischen.