Deutschland stürzt im Medaillenspiegel ab
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Deutschland stürzt im Medaillenspiegel ab

Von Fred Eilig
Letzte Änderung

Wer bei Olympischen Spielen wissen will, welche Nation am meisten Erfolg hat, der wirft schnell einen Blick in den Medaillenspiegel. Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ist das nicht anders. Die Regel ist simpel: Je mehr Medaillen ein Land gewinnt, desto erfolgreicher ist es. Doch nun fordern Kritiker ein Umdenken.

Deutschland bei Olympia 2018: Eine erfolgreiche Zwischenbilanz

Es ist Halbzeit bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea und die deutschen Athleten können sich auf die Schulter klopfen. Mit 15 Medaillen, davon 9 in Gold, 2 in Silber und 4 in Bronze (Stand: 16.02.) haben die Wintersportler schon fast so viele Medaillen gewonnen wie 2014 in Sotschi (19) und halb so viele wie in Vancouver 2010 (30) und in Turin 2016 (29). Außerdem liegt das deutsche Team (noch) ganz vorne im traditionellen Medaillenspiegel, nämlich vor Norwegen und den Niederlanden. Kein anderes Team stand so oft ganz oben auf dem Treppchen.

Was ist der alternative Medaillenspiegel?

Doch Experten plädieren seit geraumer Zeit für einen alternativen Medaillenspiegel. Die aktuelle Berechnung begünstige große Nationen mit vielen Einwohnern, die traditionell viele Athleten entsenden. Gewichtet man hingegen die ergatterten Edelmetalle mit der Einwohnerzahl eines Landes zeigt sich, dass Deutschland nur mittelmäßig dasteht, nämlich auf Platz 10. Ganz vorne liegen „kleine“ Nationen wie Norwegen, die Niederlande und die Schweiz.


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