„Wirtschaftsrat“: Wie Asma al-Assad fast Syriens Präsidentin geworden wäre
Eine britische Zeitung enthüllt: Russland erwog, Baschar al-Assad durch seine Frau Asma zu ersetzen. Was steckt hinter diesem geheimen Plan aus dem Kreml?
Putin, Syrien und eine überraschende Kandidatin im Machtpoker? Nach Angaben des The Observer plante der Kreml in den Monaten vor dem drohenden Sturz des syrischen Regimes tatsächlich, Baschar al-Assad durch seine Ehefrau Asma al-Assad zu ersetzen. Die Idee: Asma, als in Großbritannien geborene und ausgebildete Ex-Bankerin, sollte eine neue Hoffnung für einen Neuanfang im Land verkörpern – und damit die Machtverhältnisse in Syrien erneut unter russischem Einfluss stabilisieren.
In einer Zeit, in der Assad selbst als „zu schwach, um das Land zu stabilisieren und zu abhängig von russischer Unterstützung“ galt, genießt Asma al-Assad laut dem Bericht einen ganz anderen Ruf. Sie leitete nicht nur seit Jahren den sogenannten „Wirtschaftsrat“, sondern kontrollierte laut The Observer über weite Strecken Syriens Wirtschaft. Kein Wunder, dass sie ganz oben auf der vom Kreml zusammengestellten Nachfolgerliste landete.
Putins Plan: Ein rollender Machtwechsel im Schatten
Das Kalkül hinter diesem Manöver war klar: Moskau suchte einen Weg, die eigene Position auch im Falle eines Assad-Sturzes zu sichern. Während die russischen Luftangriffe in Städten wie Aleppo das Assad-Regime militärisch lange am Leben hielten, wuchs im Kreml der Zweifel an Baschar al-Assad. Für den Präsidenten scheinbar undenkbar, für Russland eine ernsthaft erwogene Option.
Die Ereignisse überschlugen sich im Dezember 2024: Anfang des Monats rückten Rebellen bis nahe an Damaskus vor. Am 8. Dezember floh Baschar al-Assad zusammen mit seinen Söhnen nach Moskau, während sich die russischen Streitkräfte zurückhielten und die Stadt kampflos preisgaben. Von diesem Moment an, so The Observer, gewährte der Kreml dem geflohenen Präsidenten Asyl. Aktuell bestehen mehrere internationale Haftbefehle gegen Assad.
Asma al-Assad: Zwischen Wirtschaftsmacht und internationalen Sperren
Doch auch für Asma al-Assad blieb das Leben turbulent. Im August 2024 reiste sie nach Russland, um dort wegen ihrer Leukämie behandelt zu werden. Trotz ihres politischen Einflusses ist ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt: Weder Großbritannien noch die EU lassen sie einreisen. Dennoch bereist sie weiterhin regelmäßig andere Länder. Familie Assad besitzt laut Recherche eine Immobilie in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Asma hält sich oft in Dubai auf – zuletzt im Luxus-Hotel Waldorf Astoria, wie im Bericht steht.
Aktuell lebt Baschar al-Assad in Russland, während über die Zukunft der Familie keine gesicherten Angaben vorliegen.
Wie tief reicht Russlands Einfluss? Weitere Rätsel im syrischen Machtkampf
Auch wenn Putins Plan, Asma al-Assad zur Präsidentin Syriens zu machen, nie umgesetzt wurde: Die Geschichte wirft spannende Fragen nach den Grenzen russischer Einflussnahme auf. Ein Insider aus dem Regime berichtet davon, dass die Idee des Machtwechsels für Baschar al-Assad abschreckend wirkte. Doch eines zeigt sich: Ohne Moskaus Rückendeckung laufen in Syrien kaum politische Dinge ab – nicht einmal die heimliche Suche nach Nachfolgerinnen an der Spitze des Staates.
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Verwendete Quelle:
Bericht: Wladimir Putin wollte Syriens Diktator durch Ehefrau Asma al-Assad ersetzen