President Donald Trump holds a bilateral meeting with Prime Minister Giorgia Meloni of Italy (54460392285) © Photo by The White House on Wikimedia Commons — https://commons.wikimedia.org/wiki/File:President_Donald_Trump_holds_a_bilateral_meeting_with_Prime_Minister_Giorgia_Meloni_of_Italy_(54460392285).jpg
Veröffentlicht am 06/07/2026 um 11:00 von der Redaktion

Trump-Streit mit Meloni geht weiter: Jetzt stellt er sie als Stalkerin dar

Zwischen Donald Trump und Giorgia Meloni herrscht dicke Luft – jetzt eskaliert der Zoff öffentlich. Was steckt hinter seiner Behauptung, die italienische Premierministerin würde ihn stalken?

Es war früher alles friedlich – zumindest schien es so. Anfangs wirkten Donald Trump und Giorgia Meloni wie zwei Regierungschefs mit ähnlichen Ansichten, sogar fast freundschaftlich. Doch die Stimmung hat sich in den letzten Monaten massiv verschlechtert: Was zunächst nur kleine Reibereien waren, entwickelte sich zu einem öffentlichen Streit, der jetzt beachtliche Wellen schlägt. Der bisherige Tiefpunkt ist eine deutliche Anklage von Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social, wo er Giorgia Meloni vorwirft, ihn regelrecht zu belästigen. Er fordert in seinem Post sogar eine „einstweilige Verfügung“. Aber wie entstand diese bizarre Konfrontation eigentlich?

Vom NATO-Zoff zur Stalker-Pointe

Die Entfremdung zwischen Trump und Meloni begann vergleichsweise harmlos, doch die Fronten verhärteten sich schnell. Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit kritisierte Trump mehrfach, dass Italien zu wenig für die NATO beitrage. Meloni hielt sich zunächst zurück, doch die Situation eskalierte, als Trump sich darüber hinaus mit scharfen Worten gegen den Papst äußerte. Das brachte die temperamentvolle italienische Regierungschefin auf die Palme: Sie stellte sich öffentlich hinter den Papst und wies Trumps Angriffe zurück. Seit diesem Zeitpunkt haben sich die gegenseitigen Sticheleien verschärft, eine Spitze erreichte der Streit beim G7-Gipfel in Frankreich: Dort behauptete Trump, Meloni habe ihn verzweifelt um ein Foto angefleht und sie habe ihm „leidgetan“. Meloni wies diese Darstellung strikt zurück und bezeichnete sie als „völlig erfunden“. Das Klima zwischen beiden ist seitdem deutlich frostig geblieben.

Ein Posting, heftige Reaktionen: „Widerlichen Billig-Bully“

Am 6. Juli 2026 sorgte Donald Trump mit einem weiteren provokativen Schritt für Aufsehen. Auf Truth Social postete er eine Bildmontage, die Meloni zeigt, wie sie ihn „sehnsüchtig“ anblickt. Darüber prangte in englischer Sprache der Text „Einstweilige Verfügung nötig“. Dieser unverhohlene Vorwurf löste in Italien eine Welle der Kritik aus – allerdings überwiegend aus Reihen der politischen Opposition. Carlo Calenda, Vorsitzender der Partei Azione, nutzte die Gelegenheit in einem Interview mit Rai News, um Trump als „widerlichen Billig-Bully“ zu brandmarken. Meloni selbst hält trotz der Anfeindungen an ihrer Haltung fest und kommentiert die Unterstellungen mit den Worten „völlig erfunden“. Die öffentliche Debatte spitzt sich weiter zu, wobei die Fronten hart bleiben.

Die Bühne G7 und der mediale Schlagabtausch

Internationale Gipfeltreffen wie der G7-Gipfel in Frankreich bieten den beiden Politikern reichlich Gelegenheit, sich medial zu positionieren – sei es im direkten Kontakt oder auf Social Media. Trumps Behauptung, Meloni habe bei der Veranstaltung verzweifelt um ein Foto gebeten, liest sich je nach Perspektive als Schmähkritik, Provokation oder gezielte Selbstdarstellung. Diesen Vorwurf griffen vor allem Melonis politische Kontrahenten in Italien auf, um neue Impulse in der Debatte zu setzen. Meloni selbst bemüht sich, sich nicht von der Inszenierung Trumps mitreißen zu lassen und kontrolliert ihre öffentlichen Statements entsprechend. Eines bleibt klar: Das Verhältnis der beiden bleibt angespannt, und weitere unvorhersehbare Spitzen dürften folgen.

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