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Cristiano Ronaldo beendet seine Portugalkarriere

Cristiano Ronaldo zieht einen Schlussstrich: Nach 23 Jahren verabschiedet sich die portugiesische Fußball-Legende aus der Nationalmannschaft. Was steckt hinter dieser Entscheidung und wie reagiert Portugal?

Ein Abschied wie aus dem Bilderbuch, aber mit Ecken und Kanten: Cristiano Ronaldo, der Superstar mit der berühmten Nummer 7, hat jetzt verkündet, dass seine Zeit im Trikot Portugals offiziell vorbei ist. Nach fast einem Vierteljahrhundert im Nationalteam war es für viele eine Frage der Zeit – nun hat der Rekordspieler selbst das Kapitel beendet.

Seine Karriere in der Seleção begann 2003, damals als 18-Jähriger. Von Anfang an wurde er zur prägenden Figur des portugiesischen Fußballs. Jetzt, mit 41 Jahren, ist endgültig Schluss: „Liebe Portugiesen, der Tag ist gekommen, das Trikot mit der Nummer 7 unserer Nationalmannschaft zurückzugeben. Ich habe es nie als ausschließlich mein eigenes empfunden, aber 23 Jahre lang hatte ich das Privileg und die Verantwortung, es zu tragen, es zu verteidigen und es mit mir in die Stadien auf der ganzen Welt zu nehmen. Heute ist der Moment gekommen, es der Zukunft zu übergeben. Es war keine leichte Entscheidung, denn es gibt Entscheidungen, die man nicht nur mit dem Kopf trifft, sondern auch mit dem Herzen.“

Legendäre Erfolge und bittere Momente

Wer auf Ronaldos Bilanz blickt, kann nur staunen: 234 Einsätze im Nationaltrikot, unfassbare 146 Tore – da kommt im Männerfußball keiner ran. Die Krönung dabei: der EM-Titel 2016 und die Triumphe in der Nations League 2019 sowie 2025. Aber nicht immer lief alles rund. Im Rückblick räumt Ronaldo selbst ein: „Ich habe auch versagt, ich habe auch gelitten, es gab auch Momente, in denen ich den Portugiesen nicht das geben konnte, was sie sich so sehr wünschten. Aber ich habe nie aufgegeben. Und vor allem habe ich nie aufgehört, stolz darauf zu sein, Portugal zu vertreten. Im Laufe dieser Jahre habe ich ganz einfache Dinge gelernt. Tore vergehen, Pokale bleiben in den Museen, Rekorde werden irgendwann gebrochen. Aber es gibt etwas, das die Zeit niemals auslöschen kann: den Platz, den wir in den Herzen der Menschen einnehmen.“

In den letzten Monaten gab es allerdings Konflikte: Im September 2026 verließ Ronaldo das Teamlager, nachdem Trainer Jorge Jesus ihm keinen Stammplatz zugesichert hatte. Der Verband belegte ihn daraufhin mit einer 30-tägigen Sperre und einer Geldstrafe von 255 Euro. Die Maßnahme galt rückwirkend ab dem 30. September und lief zum 31. Oktober aus.

Die Seleção ohne ihren Rekordmann

Ob Ronaldo sportlich noch unersetzlich war? In der derzeitigen Nations League gewann Portugal alle vier Gruppenspiele, davon gleich drei ohne CR7. Damit ist der Titelverteidiger sicher für das Viertelfinale qualifiziert, zwei Spieltage vor Schluss. Als nächste Gegner stehen Dänemark am 14. November und Wales wenige Tage darauf an.

Trotzdem bleibt Ronaldo emotional eng mit der Mannschaft und dem Land verbunden: „Es gibt keine Vereine, keine Farben, keine Klassen, keine Berufe, keine Meinungen – es gibt nur eine Leidenschaft: Portugal. Dieses Gefühl werde ich für den Rest meines Lebens in mir tragen. Heute endet meine Zeit auf dem Spielfeld mit der Nationalmannschaft. Ich gehe mit erhobenem Kopf, stolz auf den Weg, den ich zurückgelegt habe, und im Bewusstsein, dass ich alles gegeben habe, was ich für Portugal hatte. Aber ich werde niemals aufhören, einer von euch zu sein.“

Zwischen Disziplin und Dankbarkeit

Nach dem abrupten Aus im Nationalteam-Lager und der anschließenden Sperre hatte Ronaldo sich im Oktober 2026 noch bei den Teamkollegen entschuldigt und seine Einsatzbereitschaft bekräftigt. Die Entscheidung, sich ganz von der Seleção zurückzuziehen, ist für ihn nicht bloß ein Karriereschritt, sondern ein emotionales Statement – und das spüren die Fans im ganzen Land. Die Historie, die Ronaldo geschrieben hat, bleibt Portugals Fußballseele jedenfalls erhalten.

Verwendete Quelle:

Nie mehr Nationalelf - Ronaldo beendet Portugal-Karriere

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