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Barack Obama warnt vor weiteren Schäden durch Trump und ruft zur Aktion nach den Midterms

Nach dem Wahlerfolg der Demokraten bei den Midterms meldet sich Barack Obama eindringlich zu Wort. Kann das Parlament mit vereinten Kräften Donald Trump noch ausbremsen?

Barack Obama nimmt selten zu aktuellen politischen Ereignissen Stellung, doch die diesjährigen Midterms haben den Ex-Präsidenten so sehr bewegt, dass er mit klaren Worten die öffentliche Debatte sucht. Die Demokraten konnten bei den Wahlen am 3. November 2026 beide Kammern des US-Kongresses erobern – ein deutlicher Dämpfer für Amtsinhaber Donald Trump. Für Obama ist dies aber keine Zeit zum Zurücklehnen. Vielmehr fordert er sein Lager auf, diese Botschaft ernst zu nehmen und aktiv zu werden.

Ein klares Zeichen der Amerikaner: Obama lobt Demokraten und Wahlhelfer

Der Wahlausgang sendet für Obama eine unmissverständliche Botschaft: "Sie wollen eine Politik, die Menschen zusammenbringt und nicht auseinandertreibt, und Anführer, die konkrete Lösungen für ihre Probleme anbieten." Er hebt hervor, wie vielfältig die erfolgreichen demokratischen Kandidatinnen und Kandidaten waren – "herausragende Kandidaten in jeder Region des Landes vorgetreten sind – einschließlich in Gebieten, die einst als aussichtslos galten". Ihr gemeinsames Fundament: "Gemeinsame Werte, den Glauben an den öffentlichen Dienst und das Engagement, die Menschen in ihren Bezirken und Bundesstaaten an erste Stelle zu setzen."

Auch das Engagement aller Beteiligten hebt Obama hervor: Die tausenden Wahlhelfer beider Parteien hätten laut ihm "eine der wichtigsten Aufgaben unserer Demokratie" erfüllt und maßgeblich für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Für Obama steht fest, dass diese Midterms mehr sind als nur ein Etappensieg – sie sollten als Startschuss für praktisches politisches Handeln gelten.

Warnung vor Trumps Politik: Zwei Jahre, um weiteren Schaden zu verhindern

Obama lässt keinen Zweifel am Ernst seiner Worte. Die Trump-Regierung bleibt noch "zwei Jahre im Amt", wie er betont. Deshalb fordert er von den Demokraten: "Unsere Aufgabe ist es jetzt, die Ärmel hochzukrempeln, Veränderungen vorzunehmen, wo immer wir die Macht dazu haben, weiteren Schaden zu verhindern und das Fundament für die Zukunft zu legen." Für ihn war der Wahltag nicht nur als Sieg entscheidend, sondern als "Notbremse", um "zumindest einen Teil des Wahnsinns" der vergangenen Trump-Politik zu stoppen.

Seine Kritik an Donald Trump ist unverhohlen scharf: "Wir haben noch nie einen Präsidenten gesehen, der sich so unverhohlen auf Ihre Kosten bereichert hat." Auch an Trumps Außenpolitik spart Obama nicht mit Spott: "Der Iran hat jetzt die Kontrolle über die Straße von Hormus." Zum Tonfall des Weißen Hauses sagt er süffisant: "Er hat das Weiße Haus so aussehen lassen, als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet."

Konfliktpotenzial im Kongress: Trump droht mit Veto

Auch wenn die Demokraten in beiden Kammern jetzt die Mehrheit stellen, bleibt der politische Alltag angespannt. Trump hat bereits in der Wahlnacht via Truth Social signalisiert, dass er per Veto gegen parlamentarische Initiativen der Demokraten vorgehen will – demonstrativ mit einem Foto seiner roten Kappe und der Aufschrift "Veto". Das stellt Obama und seine Partei vor die Herausforderung, für wichtige Projekte Mehrheiten zu organisieren oder immer wieder mit einem institutionellen Schlagabtausch und blockierten Initiativen zu rechnen.

Trotzdem bleibt Obama beim Appell zur Geschlossenheit und zum pragmatischen Handeln: Die nächsten zwei Jahre sind aus seiner Sicht entscheidend, um "die Menschen in ihren Bezirken und Bundesstaaten an erste Stelle zu setzen" – und die Grundlage für eine andere politische Zukunft zu schaffen.

Verwendete Quelle:

Trump abgestraft: Obama ruft dazu auf, "weiteren Schaden zu verhindern"

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