Schuss am Schießstand von Michael Mann war ein unglücklicher Trainingsunfall
Ein bekannter Name aus der Filmbranche sorgt für Schlagzeilen – nicht wegen eines neuen Thrillers, sondern wegen eines Unfalls am Schießstand. Was ist beim Training in Los Angeles passiert?
Normalerweise kennt man Michael Mann für seine knallharten Polizeifilme, jetzt aber auch wegen eines kleinen Missgeschicks: Der 83-jährige Regisseur hat sich beim Schießtraining in Los Angeles versehentlich selbst ins Bein geschossen. Die Szene hätte glatt aus einem seiner Filme stammen können – diesmal aber abseits von Kamera und Drehbuch.
Was ist genau passiert? Laut US-Medien besuchte Michael Mann am Samstag ein Schießtraining auf einem Schießstand in Los Angeles. Mann, der im Hollywood-Umfeld auch für seine Erfahrung mit Schusswaffen bekannt ist, wollte offenbar eine Routineübung durchführen. Doch der geplante Ablauf lief schief, als beim Einsortieren seiner Pistole in das Holster sich plötzlich ein Schuss löste.
Die Information über den Vorfall wurde zunächst von TMZ unter Berufung auf die Polizei berichtet und später von einer Sprecherin Manns gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Mann war dabei allein und nicht von anderen Teilnehmenden begleitet, Berichte über weitere Betroffene gibt es nicht. Der Unfall geschah im Rahmen eines Sportschützentrainings.
Waffenerfahrung schützt nicht vor Pannen
Mann gilt unter Insidern als erfahrener Sportschütze. Doch Routine schützt anscheinend nicht vor Ungeschick: Während er seine Waffe in das Holster stecken wollte, löste sich ein Schuss. Angeblich war der Regisseur gerade damit beschäftigt, die Pistole einzupacken, als das Unglück passierte, so berichten Medien übereinstimmend.
Warum kam es zu diesem Fehler, gerade bei jemandem wie Mann? Immer wieder zeigen auch professionelle Handhabungen, dass ein Moment der Unachtsamkeit oder eine kurze Unaufmerksamkeit zu einem Unfall reichen. Gerade das Einführen der Waffe in ein Holster gilt als besonders risikobehaftete Bewegung beim Umgang mit Pistolen, da der Zeigefinger gegebenenfalls noch am Abzug liegen könnte.
Es ist kein Einzelfall: Auch in Filmkreisen gibt es immer wieder Berichte über Waffenunfälle oder Missgeschicke bei Sicherheitsübungen. Doch gerade, weil Michael Mann in seinen Werken immer großen Wert auf Authentizität und Waffenexpertise legt, hat der Vorfall für viele Beobachter eine gewisse Ironie.
„oberflächliche Verletzung“ laut dpa – Entwarnung im Krankenhaus
Zum Glück erwischte es Michael Mann nicht schwer: Die Polizei sowie eine Sprecherin des Regisseurs gaben laut TMZ und der Nachrichtenagentur dpa Entwarnung. Die Rede ist von einer „oberflächlichen Verletzung“, die im Krankenhaus behandelt wurde. Kurz darauf konnte Mann das Krankenhaus wieder verlassen. Laut news.de wurde er behandelt und anschließend direkt entlassen – offensichtlich ohne ernste Folgen.
Die Formulierung „oberflächliche Verletzung“ stammt direkt aus der offiziellen Mitteilung der dpa: „oberflächliche Verletzung“. Damit wurde betont, dass keinerlei lebensgefährliche Verletzungen entstanden sind. Michael Manns Sprecherin stellte klar, dass es sich wirklich nur um eine leichte Blessur handelt, die ärztlich versorgt wurde. Für den prominenten Regisseur war der Vorfall daher offensichtlich eher ärgerlich als gravierend.
Ob der Unfall irgendwelche Auswirkungen auf laufende oder geplante Projekte hat, wurde bislang nicht kommuniziert. Doch ein Krankenhausaufenthalt von wenigen Stunden dürfte für einen 83-Jährigen wie Mann immerhin Eindruck hinterlassen. Bleibt die Frage: Wird er künftig beim Schießtraining noch vorsichtiger sein?
Ein Regisseur mit Action-Erfahrung und echten Stars
Mann prägte mit Filmen wie „Heat“ (1995) das Genre, wo Robert De Niro als Gangster auf Al Pacino als Polizist trifft. Auch „Collateral“ (2004) mit Tom Cruise in der Hauptrolle und die „Miami Vice“-Verfilmung (2006) mit Colin Farrell und Jamie Foxx stammen aus seiner Feder. Dass er im echten Leben als erfahrener Sportschütze gilt, ist kaum verwunderlich – dennoch zeigt das Missgeschick, dass es beim Umgang mit Waffen nie Garantien gibt.
Seine Werke zeichnen sich gerade durch einen sehr realistischen und sorgfältigen Umgang mit Polizeiarbeit, Waffen und Actionszenen aus. Viele der Darsteller, darunter Tom Cruise oder Jamie Foxx, haben laut Branchenmedien für Drehs unter Manns Regie eigenes Training mit scharfen Waffen absolviert. Die Authentizität in Manns Filmen hat also eine konkrete Basis im echten Leben des Regisseurs, was den aktuellen Unfall noch ein bisschen erstaunlicher macht.
Michael Mann, inzwischen 83 Jahre alt, bleibt trotz seines Alters aktiv – sowohl was seine Karriere als auch sein Engagement beim Sportschießen betrifft. Nach Angaben aus dem Umfeld des Filmemachers wird der Vorfall voraussichtlich keine bleibenden Konsequenzen hinterlassen. Die Fans und Kollegen dürfen also auf die kommenden Projekte gespannt sein, auch wenn Mann jetzt vermutlich noch vorsichtiger an die nächste Trainingseinheit herangehen wird.
Verwendete Quelle:
Bei Training in Los Angeles: Hollywood-Regisseur schießt sich selbst ins Bein
Sportunfall: Regisseur Michael Mann bei Schießunfall leicht verletzt
Auch Interessant:
„Ballon d’Or für Olise“: Frankreich feiert seinen neuen Superman
Yamal-Onkel: Beim Ballon d’Or „stimmt etwas nicht“
Michael Douglas: Catherine Zeta-Jones stellte ihm ein Monogamie-Ultimatum