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Haakon und Mette-Marit: Sie erhalten fast doppelt so viel Geld wie Harald und Sonja

Mit dem neuen Staatshaushalt für 2027 steht für Norwegens künftiges Königspaar eine finanzielle Zeitenwende bevor. Nachdem König Harald gestorben ist, übernimmt sein Sohn Haakon zusammen mit Ehefrau Mette-Marit nicht nur das Zepter, sondern auch einen deutlich gewachsenen Etat.

Für das Jahr 2027 sieht der Haushalt vor, dass Haakon und Mette-Marit gemeinsam rund 30,9 Millionen norwegische Kronen (ungefähr 2,8 Millionen Euro) als königliche Apanage erhalten. Damit steigt ihr offizielles Einkommen im Vergleich zu den Vorjahren beachtlich an. Doch wie kommt diese Summe eigentlich zustande – und wer bekommt am Ende wie viel davon ab?

Der Schritt in eine neue finanzielle Liga für das Königspaar fällt nicht zufällig mit dem Machtwechsel zusammen. Die norwegische Bevölkerung blickt auf den Wechsel gespannt und beobachtet genau, wie sich das Leben am Königshof nun verändern wird. Viele fragen sich, ob die höheren Mittel tatsächlich bei Haakon und Mette-Marit landen oder ob die Veränderungen eher die gesamte Familie betreffen.

Königliches Budget: Mehr Geld durch Umstellung

Die norwegische Regierung hat das Budget für das Königshaus vollständig umgestellt. Im Jahr 2026 erhielt noch das alte Königspaar Harald und Sonja ein eigenes Budget von 16,2 Millionen Kronen (etwa 1,5 Millionen Euro). Für den damaligen Kronprinzen Haakon und Kronprinzessin Mette-Marit stand ein weiterer Posten von 13,5 Millionen Kronen (etwa 1,26 Millionen Euro) zur Verfügung.

Im Budget 2027 wurde diese Aufteilung zusammengeführt und um zusätzliche 1,2 Millionen Kronen ergänzt. Die norwegische TV 2 fasst zusammen: „Mit anderen Worten handelt es sich um eine Zusammenlegung der beiden Posten aus den Vorjahren zuzüglich 1,2 Millionen Kronen. Dies entspricht einer Gesamtsteigerung der königlichen Apanage um 4 Prozent.“ Das bedeutet: Der große Sprung beim Staatssalär ist weniger das Ergebnis einer massiven Lohnerhöhung, sondern vor allem ein Effekt der internen Budgetrotation.

Die Debatte um die höhe der royalen Finanzen flammt mit jedem Haushaltsplan neu auf. Gerade in Norwegen, wo das Königshaus eine lange Tradition pflegt, sorgt jeder Veränderung für Diskussionen im Land. Das sorgt nicht nur für Gesprächsstoff in den Medien, sondern interessiert auch viele Bürger, wie Steuergelder verwendet werden.

Wer profitiert wirklich von der Apanage?

Auch wenn die neue Summe auffällig hoch wirkt, wird das Geld von Haakon und Mette-Marit künftig auf mehrere Schultern verteilt. Im Haushaltsentwurf 2027 tauchen weder Kronprinzessin Ingrid Alexandra (22) noch Königin Sonja als separate Empfänger auf. Der frisch gebackene König und seine Frau müssen also die Gesamtapanage wahrscheinlich mit weiteren Familienmitgliedern teilen.

Gleichzeitig wurde der Gesamtetat für die königliche Familie leicht erhöht: Er klettert von Jahr zu Jahr um etwa zehn Millionen Kronen und liegt 2027 bei insgesamt 288 Millionen Kronen (ungefähr 26,8 Millionen Euro). Einige dieser Mittel werden direkt für die Verwaltung und Pflege der königlichen Residenzen verwendet – und dienen also nicht dem Privatvergnügen der Royals.

Die neue Regelung bedeutet, dass das Budget nicht nur für Repräsentationsaufgaben, sondern auch für Unterhalt und laufende Kosten des Hofes eingesetzt wird. Für Haakon und Mette-Marit könnte das heißen, dass ihr Arbeitsaufwand mit den steigenden Summen ebenfalls wächst. Interessant bleibt, wie junge Mitglieder der Familie, wie Kronprinzessin Ingrid Alexandra, zukünftig finanziell eingebunden werden.

Norwegens Royals: Zahlen, Pflichten und öffentliche Debatte

Die Summen aus dem norwegischen Staatshaushalt werfen regelmäßig Fragen nach dem Nutzen der Monarchie auf. Dass jetzt ausgerechnet Haakon und Mette-Marit zum Start ihrer Regentschaft ein gestiegenes Budget erhalten, dürfte für Gesprächsstoff sorgen. Gleichzeitig werden große Teile der Aufstockung durch die neue Strukturierung und höhere Verantwortung im Schloss begründet.

Im norwegischen Alltag bleiben die Royals sichtbare Symbole. Trotz zurückhaltenderer Rolle im Vergleich zu anderen Monarchien sind sie für das Land ein Identifikationspunkt. Die kommende Zeit wird zeigen, wie Haakon und Mette-Marit mit ihrem neuen Budget die Erwartungen erfüllen und wie die Aufteilung innerhalb der Familie konkret ablaufen wird. Die Gesellschaft schaut genau hin – sowohl auf die Zahlen als auch auf die künftige Rolle der nächsten Generation am Hofe.

Neben den finanziellen Fakten spielt auch die Transparenz eine Rolle. Medien wie TV 2 greifen die Zahlen offen auf und begleiten die Entwicklungen kritisch. Das steigert das Interesse am norwegischen Königshaus und dürfte Diskussionen über Monarchie und Staatshaushalt am Laufen halten.

Verwendete Quelle:

König Haakon + Königin Mette-Marit: Großer Gehaltssprung nach Haralds Tod

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